- Docente: Stefan Höfler
- Docente: Stefan Höfler

📍 Amalienstr. 73A - 118
🕑 16:00-18:00 c.t.
Tutorium zum Studiengang Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft (HiAS) im Wintersemster 2026/27.
Unterstützt die Vorlesungen und vermittelt weitere Informationen zum Studieneinstieg an der LMU.
- Docente: Jonas Hübel
Thematischer Schwerpunkt des Seminars ist das Westgermanische und vor allem der strukturelle Vergleich des Englischen und Deutschen aus historischer Perspektive. Zwischen den eng verwandten Sprachen Englisch und Deutsch gibt es viele systematische Entsprechungen in Phonologie, Morphologie und Syntax sowie im Lexikon, die sich historisch erklären lassen. Die Sprachgeschichte bietet hier viele Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart.
Ein innovativer Zugang zur vergleichenden Sprachgeschichte des Englischen und Deutschen wird durch die Einbeziehung des Niederfränkischen, welches eine Übergangszone zwischen dem Niederländischen, dem Niederdeutschen und Hochdeutschen bildet, und des Pennsylvaniadeutschen geschaffen, welches als Kontaktsprache zwischen dem Hochdeutschen und dem pennsylvanischen Englisch steht. Ferner wird die Berücksichtigung des Friesischen als Minderheitensprache und Sprachzweig, der zwischen dem Englischen, Niederländischen und Deutschen steht, helfen, einige Unterschiede zwischen dem Englischen und Deutschen zu erklären.
Beabsichtigt ist ein Überblick über wesentliche diachrone Entwicklungen des Westgermanischen in Form von Präsentationen und Referaten. Wichtige Sprachperioden des Deutschen (Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch), Englischen, Friesischen (Nordfriesisch-Fering) und des Pennsylvaniadeutschen sollen anhand kurzer Sprachskizzen und repräsentativer Beispieltexte vorgestellt und linguistisch analysiert werden.
Ziel des Seminars ist es, zentrale Besonderheiten der Grammatik und des Lexikons des Neuhochdeutschen und Englischen aus historisch-vergleichender Perspektive besser zu verstehen und einzuordnen.
Wünschenswert sind Grundkenntnisse in älteren indogermanischen Sprachen, da die Veranstaltung Teil des Lehrplanes der diachron orientierten Studiengänge BA Historische und allgemeine Sprachwissenschaft und MA Vergleichende Indoeuropäische Sprachwissenschaft ist.
- Docente: Olav Hackstein
Das Seminar „Angewandter Sprachvergleich: Indogermanisches Verbum“ gibt (aufbauend auf der Einführung in die Indogermanistik) einen Überblick über die indogermanische Verbalmorphologie. Eine Grundlage hierfür bildet der kontrastive Vergleich germanischer (gotischer, althochdeutscher, altisländischer), lateinischer, altgriechischer und altindischer Verbalparadigmen. Der Themenplan sieht folgende Abschnitte vor:
1) Einführendes zur urindogermanischen Grammatik und Verbalmorphologie; 2) Athematisches Wurzelpräsens I; 3) Athematisches Wurzelpräsens II; 4) Narten Präsens; 5) Vollstufiges, einfach-thematisches Präsens; 6) Redupliziertes Präsens; 7) Nasalinfixpräsens; 8) Wurzelaorist; 9) Thematischer Aorist; 10) Reduplizierter Aorist; 11) s-Aorist; 12) Perfekt I; 13) Perfekt II.
Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind neben der regelmäßigen Teilnahme Grundkenntnisse in verschiedenen altindogermanischen Sprachen, die Lektüre angegebener Fachliteratur, das Lernen bestimmter Verbalparadigmen und die Vorbereitung von Rekonstruktionsaufgaben, die dann jeweils im Unterricht besprochen werden.
- Docente: Olav Hackstein

- Docente: Olav Hackstein
- Docente: Athanaric Huard
- Docente: Olav Hackstein
- Docente: Olav Hackstein
- Docente: Giulio Imberciadori

Das Seminar will anhand der Lektüre ausgewählter Inschriften und Textpassagen einen Einblick in die frühen Sprachperioden des Lateinischen und seine nahverwandten italischen Schwestersprachen (v.a. Oskisch, Umbrisch) gewähren.
Punktuell sollen dabei außerdem Kenntnisse aus der Indogermanistik vermittelt und die Anwendung der historisch-vergleichenden Methode zur Erklärung vorklassischer sprachlicher Phänomene demonstriert werden.
- Docente: Chiara Bozzone
- Docente: Adam Gitner

Das Proseminar bietet einen Überblick über die Entwicklung des Lateinischen vom Früh- und Altlateinischen bis in die Spätantike. Die historische Laut- und Formenlehre bildet den Schwerpunkt der Veranstaltung.
Neben dem Lesen von Texten (Inschriften sowie Passagen aus ausgewählten Autoren) erhalten die Studierenden auch eine Einführung in die Prinzipien der historischen und indogermanischen Sprachwissenschaft, der Soziolinguistik sowie der Phonologie und Morphologie.
Die Lehrveranstaltung ist besonders für Studierende mit Lateinkenntnissen und sprachwissenschaftlichen Interessen geeignet. Sprachvergleichend wird zur Illustration der besprochenen Phänomene mitunter das Griechische herangezogen (Griechischkenntnisse sind nicht zwingend nötig).
- Docente: Chiara Bozzone

Das Seminar bietet einen Überblick über die wichtigsten phonologischen und morphologischen Entwicklungen, die sich zwischen dem Urindogermanischen und dem Griechischen der klassischen Periode ereignet haben: u. a. laryngalbedingte ‚Vokalepenthese‘ (*h2nḗr > ἀνήρ, vgl. lateinisch Nero), Entwicklung der silbischen Sonoranten (*n̥-mr̥tos > ἄμβροτος : lat. immortalis), /s/ (*septḿ̥ > ἑπτά : lat. septem), /i̯/ (*i̯ugóm > ζυγόν : lat. iugum) und Labiovelare (*ku̯e > τε : lat. que, *gu̯héni̯o > θείνω : lat. defendo), Entwicklung der Akzent-Ablaut-Schemata sowie der verbalen (εἶπα vs. εἶπον) und nominalen Stammbildungen. Besondere Berücksichtigung kommt dabei den unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Dialekten zu, die an Hand ausgewählter, überwiegend inschriftlicher Texte exemplifiziert werden.
Der Kurs richtet sich gleichermaßen an Indogermanisten wie an Klassische Philologen. Kenntnisse im Umgang mit der altgriechischen Sprache sowie die grundlegende Fähigkeit zum Lesen altgriechischer Texte sind erwünscht.
- Docente: Chiara Bozzone
- Docente: Benjamin Weber

Das Seminar bietet einen Überblick über die wichtigsten phonologischen und morphologischen Entwicklungen, die sich zwischen dem Urindogermanischen und dem Griechischen der klassischen Periode ereignet haben: u. a. laryngalbedingte ‚Vokalepenthese‘ (*h2nḗr > ἀνήρ, vgl. lateinisch Nero), Entwicklung der silbischen Sonoranten (*n̥-mr̥tos > ἄμβροτος : lat. immortalis), /s/ (*septḿ̥ > ἑπτά : lat. septem), /i̯/ (*i̯ugóm > ζυγόν : lat. iugum) und Labiovelare (*ku̯e > τε : lat. que, *gu̯héni̯o > θείνω : lat. defendo), Entwicklung der Akzent-Ablaut-Schemata sowie der verbalen (εἶπα vs. εἶπον) und nominalen Stammbildungen. Besondere Berücksichtigung kommt dabei den unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Dialekten zu, die an Hand ausgewählter, überwiegend inschriftlicher Texte exemplifiziert werden. Durch die Lektüre literarischer Texte wird darüber hinaus der für das Griechische spezifischen Eigenheit des sogenannten ‚Gattungsdialektes‘ Beachtung geschenkt (z. B. Homer, Sappho, Pindar).
Der Kurs richtet sich gleichermaßen an Indogermanisten wie an Klassische Philologen. Kenntnisse im Umgang mit der altgriechischen Sprache sowie die grundlegende Fähigkeit zum Lesen altgriechischer Texte sind erwünscht.
- Docente: Chiara Bozzone
- Docente: Benjamin Weber

Das Seminar setzt Kenntnisse des Altgriechischen voraus und richtet sich an klassische Philologen, Indogermanisten und sonstige Interessierte. Es führt in die Besonderheiten der homerischen Kunstsprache ein: Formelsprache und Oral-Formulaic Theory, Homerische Sprache im Hinblick auf die altgriechische Dialektologie, Entwicklung des epischen Griechisch, moderne Parallelen für altgriechische Kunstsprachen, zeitgenössische theoretische Ansätze zur Homerischen Diktion (Construction Grammar, Cognitive Theory, Soziolinguistik usw.), Besonderheiten des Hexameters, u.a.. Ausgewählte Passagen von Ilias und Odyssee sollen gelesen und sprachwissenschaftlich analysiert werden.
- Docente: Chiara Bozzone
- Docente: Benjamin Weber
- Docente: Ryan Sandell