Journalistische
Qualität ist ein zentrales Thema für den gesellschaftlichen Diskurs und
demokratische Teilhabe – doch ebenso herausfordernd ist es, die vielfältigen
Dimensionen von Qualität im Journalismus wissenschaftlich zu erfassen und
kritisch zu reflektieren. Gerade im Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen
journalistischen Akteuren – etwa im Konflikt- und Krisenjournalismus, Friedens-/Kriegsjournalismus
– und aktuellen Themen wie Inklusion wird deutlich, wie komplex und
facettenreich Qualitätsansprüche und -praktiken sind. Im Seminar nehmen wir die
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit journalistischer Qualität in den Fokus
und gestalten den Kurs als Lektürekurs: Die Studierenden diskutieren in jeder
Sitzung ausgewählte Paper aus verschiedenen Forschungsbereichen, wobei
Studiendesign, Aufbau und Methodik im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, mit
Blick auf die anstehende Masterarbeit ein vertieftes Verständnis für die
Anlage, Durchführung und Bewertung wissenschaftlicher Studien zu entwickeln.
Ein Element bildet dabei die Entwicklung eines Codebuchs, das im Verlauf des
Seminars gemeinsam erarbeitet und auf die unterschiedlichen
Qualitätsdimensionen angewendet wird. Das Seminar verbindet damit theoretische
und empirisch-praktische Zugänge: Es fördert die kritische Reflexion
bestehender Qualitätskonzepte, die methodische Kompetenz im Umgang mit
wissenschaftlicher Literatur und die Fähigkeit, Kriterien zur Analyse
journalistischer Qualität zu entwickeln und anzuwenden.

- Викладач: Knorr Charlotte