Im Literaturarchiv der Monacensia im Hildebrandhaus befindet sich eine volkssprachige spätmittelalterliche Handschrift des Münchner Stadtrechts in Bindeeinheit mit dem Oberbayerischen Landrecht Kaiser Ludwigs des Bayern und Handwerkersatzungen.

Anhand dieser Aufzeichnungen sollen einerseits einfache Rechtsfragen besprochen und die typischen zeitgenössischen Schriftarten identifiziert werden. Die Entwicklung der Schrift des späten 15. Jahrhunderts bis zur Herausbildung der Kurrentschrift wird im Anschluss mit Hilfe von Privaturkunden des Angerklosters in München nachvollzogen.
Der Schwerpunkt der Übung liegt auf dem Erwerb von Lesefertigkeiten. Einführend werden die Diplomatik der Privaturkunde und die frühneuzeitliche Chronologie, basierend auf dem katholischen Festkalender, besprochen.