- Викладач: Roesner-Lagao David

- Викладач: Cromme Rasmus

- Викладач: Cromme Rasmus
- Викладач: Plank-Baldauf Christiane
- Викладач: Weiner Veronika
Danton remixed, Kammerspiele revisited. Vier Inszenierungen, drei Systeme, eine Institution - Eisele

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Münchner Kammerspiele im Schauspielhaus erkundet dieses Forschungsseminar die Geschichte der Kammerspiele auf spezifische Weise: es folgt den Inszenierungen von Dantons Tod an den Kammerspielen über drei politische Systeme hinweg und beforscht darüber exemplarisch die wechselhafte wie gewaltvolle Geschichte des Theaterhauses, seiner Ästhetiken, Politiken und Personen. Eröffnete die Inszenierung von Dantons Tod in der Regie von Otto Falckenberg 1926 das MK Schauspielhaus, so inszenierte Falckenberg 1936 – nun im NS-Regime – einen neuen Danton. Dantons Tod begleitete die Kammerspiele auch in die Nachkriegszeit 1951; und Danton ist auch die Jubiläumsproduktion 2026. Was verhandeln diese Inszenierungen? Welchen Zugriff auf Geschichte agieren sie? Und inwiefern spiegelt sich in der Danton’schen Inszenierungs- und Aufführungsgeschichte die Geschichte der Kammerspiele? Das Forschungsseminar erprobt die Aufführungs- und Inszenierungsgeschichte als Zugang zur Geschichte der Kammerspiele. Zugleich fragt es – feldforschend mitten aus dem diesjährigen MK-Jubiläum heraus – danach, wie ein Zugriff auf Geschichte für eine historisch informierte Gegenwart aussehen kann.
- Викладач: Eisele Theresa
- Викладач: Lebmeier Katharina Marie
- Викладач: Roesner-Lagao David
- Викладач: Redepenning Lee
- Викладач: Vogl Isabella

Nicht nur was auf der Bühne geschah, sondern wie es öffentlich, sichtbar und erinnerbar wurde, steht im Zentrum dieses Seminars. Theatergeschichte nach 1945 entsteht auch durch Gastspiele, Festivals, Kritiken, Fotografien, Programmhefte, Filme, Skandale, Verbote und spätere Erinnerungsbilder. Das Seminar untersucht ausgewählte transnationale Theaterereignisse daraufhin, wie sie über den Moment der Aufführung hinaus zirkulierten und ästhetisch, politisch und medial wirksam wurden.
Im Mittelpunkt stehen Fälle wie Brechts Mutter Courage und ihre Kinder beim Pariser Gastspiel des Berliner Ensembles 1954, Peter Weiss’ Die Ermittlung als Ring-Uraufführung im Kontext des Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1965 sowie weitere Ereignisse wie Zadeks Othello oder Theater der Welt 1981. Gefragt wird, wie Inszenierungen zu internationalen Modellfällen, politischen Skandalen, erinnerungskulturellen Bezugspunkten oder visuellen Ikonen wurden. Welche Rolle spielten Theaterkritik, Fotografie, Film und Festivalformate für die Herstellung von Theateröffentlichkeit? Und wie verändern sich Theaterereignisse, wenn ihre Bilder später erneut betrachtet, archiviert und gedeutet werden?
Das Seminar verbindet Theaterhistoriographie und Mediengeschichte. Ziel ist es, Theater nach 1945 nicht nur als Kunstform der Gegenwart, sondern als durch Medien vermitteltes Ereignis- und Erinnerungsgefüge zu verstehen.
- Викладач: Otto Ulf

- Викладач: Otto Ulf

Die Übung führt in die Filmanalyse ein und stellt dabei wandelnde Familienbilder von 1945 - 1989 ins Zentrum. Familie erscheint im Film nicht nur als privater Lebenszusammenhang, sondern als Schauplatz gesellschaftlicher Ordnung, historischer Erfahrung und politischer Konflikte. In Eltern-Kind-Beziehungen, Paarformen, Geschwisterkonstellationen, zerbrochenen Haushalten, Ersatzgemeinschaften und Wahlverwandtschaften werden Fragen von Schuld, Wiederaufbau, Geschlecht, Autorität, Migration, Protest, Gewalt und Zugehörigkeit verhandelt. An ausgewählten Filmen aus BRD und DDR untersucht die Übung, wie Familienbilder filmisch hergestellt werden: durch Räume, Blicke, Körperabstände, Montage, Licht, Ton, Musik, Schauspiel und Farbe. Besprochen werden unter anderem Trümmerfilm, Heimatfilm, Neuer Deutscher Film, Fassbinders melodramatische Gesellschaftsanalyse, Filme der Frauenbewegung, DDR-Alltagskino und queeres Kino. Ziel ist es, Filme nicht nur als Dokumente ihrer Zeit zu verstehen, sondern als audiovisuelle Formen, in denen Geschichte über Nähe, Distanz, Begehren, Erinnerung und soziale Zugehörigkeit sichtbar wird.
- Викладач: Otto Ulf
- Викладач: Redepenning Lee