- Profesor: Ulf Otto
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Theater ist immer schon technisch vermittelt und eng in mediale Infrastrukturen eingebettet: in Schreib- und Notationspraktiken, Konstruktions- und Beleuchtungstechniken, Druck- und Distributionsregime, Bildmedien, Ton- und Aufzeichnungstechnologien sowie in digitale Netzwerke und Datenökonomien. Anhand zentraler medienhistorischer Umbrüche verfolgt die Vorlesung die vielfältigen Kopplungen und Reibungen zwischen Aufführungspraxis, technischen Medien und kulturellen Wahrnehmungsformen. Wie verändern sich theatrale Ästhetiken, Produktionsweisen, und Denkfiguren, wenn sich die medialen Bedingungen verschieben: Von Manuskriptkulturen und frühen Druckpraktiken, über bürgerliche Theateröffentlichkeit und Kritik (Periodika, Feuilleton), die Technisierung der Bühne im 19. Jahrhundert (Gas-/Elektrisches Licht, Bühnenmaschinerie, Fotografie), Film, Radio und Fernsehen als Konkurrenz- und Kooperationsmedien, bis hin zu den digitalen Dispositiven der Gegenwart fragt die Vorlesung, wie sich im Wechsel der Medien Theater als Kunstform, Institution und Arbeitszusammenhang stabilisiert oder transformiert. Ziel ist es, einen Blick auf Theater als medienkulturelles Arrangement zwischen Präsenzversprechen und Aufzeichnung, zwischen Materialität und Zirkulation, zwischen Bühne, Archiv und Plattform zu werfen.
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- Profesor: Lee Redepenning
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