Ziele und Schwerpunkte: Im Zentrum stehen das genaue Lesen – d.h. die Übersetzung in ein korrektes Deutsch – und die Analyse von Sprache und Inhalt am Beispiel einzelner Gedichte der genannten Autoren. Neben den auf die Form und Inhalt gerichteten Fragen (Gedichtaufbau, Metrik, Thematik) sowie der Frage nach dem Entstehungskontext sollen anhand der Lektüre die wichtigsten Merkmale der römischen subjektiven Liebeselegie bzw. der römischen Lyrik besprochen werden.

Zum Leistungsausweis gehören die gründliche Vorbereitung (mit Benutzung der im Semesterapparat aufgestellten Kommentare) und die regelmäßige Teilnahme sowie das Bestehen der Abschlussklausur. Es gilt Anwesenheitspflicht in der ersten Sitzung des Semesters, in der eine Einführung zur Methode im Lektürekurs sowie zu Autoren, Metrik und literarischer Gattung gegeben wird.

Die Texte der im Programm genannten Autoren (aus den kritischen Ausgaben) sowie die (wissenschaftlichen) Kommentare pro Woche in Moodle eingestellt. Bitte nur diese Texte bzw. Ausgabe benutzen!

Literatur zur Vorbereitung:
Boldrini, S. Prosodie und Metrik der Römer, übers. von B.W. Häuptli (Stuttgart/Leipzig 1999)
Holzberg, N. Die römische Liebeselegie. Eine Einführung (Stuttgart 52001).
Mayer, R. Horace. Odes Book I (Cambridge 2012), Einleitung.
Schmidt, E.A. Catull (Heidelberg 1985)


Ziele und Schwerpunkte: Im Zentrum steht die Lektüre einzelner Briefe oder Passagen aus längeren Briefen aus dem Corpus der Briefe an Lucilius, die im ersten Band der Oxford-Ausgabe enthalten sind (1-88). Neben den auf die Form gerichteten Fragen (Eigenheiten der Sprache Senecas, Funktion der Briefform) sollen anhand der Lektüre die Charakteristika der stoischen Philosophie, im Besonderen der Ethik, wie sie Seneca darlegt, herausgearbeitet werden. Dazu gehören die Frage nach der theoretischen Fundierung, nach der praktischen Relevanz sowie nach dem möglichen Bezug zur historischen Wirklichkeit (Seneca als ehem. Erzieher Neros und Minister am neronischen Kaiserhof).

Methode und Leistungsausweis: In den einzelnen Sitzungsleitungen, die von den Studierenden übernommen werden, werden ausgewählte Textpartien gelesen und diskutiert. Zum Leistungsausweis gehören die gründliche Vorbereitung, eine Sitzungsleitung, ein Kurzreferat und die aktive Teilnahme sowie mündliche Prüfung. Für die Sitzungsleitung ist eine schriftliche Übersetzung einer ausgewählten Textpassage vorzubereiten, die eine Woche vorher abgegeben wird und mit Prof. Fuhrer mind. 2-3 Tage vor der Sitzung besprochen wird.

Der Stoff des Seminars ist in Modul 4 Gegenstand der mündlichen Prüfung (30 Min.).

Textausgabe: Ad Lucilium epistulae morales, recognovit et adnotatione critica instruxit L. D. Reynolds, Band 1 (Oxford 81987). 

Empfohlene Literatur zur Vorbereitung: G. Maurach, Seneca: Leben und Werk (Darmstadt, 5., durchges. und erw. Aufl., 2007).

„Philosophie in Rom“ ist eine Überblicksvorlesung zu einem zentralen Gegenstand der lateinischen Literaturgeschichte. Anhand von Texten Ciceros, Lukrez’ und Senecas sollen die Thesen der einflussreichsten Philosophenschulen behandelt werden (Stoa, Epikureismus, skeptische Akademie). Den Abschluss soll ein Ausblick auf die römische platonische Tradition (Apuleius, Augustin) und christliche Rezeption bilden (Augustin und Boethius).

Texte (Handouts) werden verschickt bzw. in Moodle eingestellt.

Der Stoff ist in Modul 12 Gegenstand der mündlichen Prüfung (30 Min.).

Literatur zur Vorbereitung: G. Maurach, Geschichte der römischen Philosophie. Eine Einführung (Darmstadt 21997).


Ziele und Schwerpunkte: Mit den beiden Büchern, mit denen Vergil die Aeneis beginnen bzw. enden lässt, wird zum einen die Erzählung von Aeneas’ ‘Irrfahrt’ eingeleitet (Buch 1) bzw. vom ‘Krieg in Latium’ bis zum entscheidenden Ereignis, Aeneas’ Sieg im Zweikampf gegen Turnus, geführt (Buch 12). Zum anderen werden in den beiden Büchern die ‒ für das ganze Epos relevanten ‒ umfassenderen Fragen nach der Rolle des Fatums und göttlicher Mache sowie der Bedeutung von Schuld, Verantwortung und Emotionalität prominent gestellt und diskutiert. Exemplarisch seien die Jupiter-Rede in Aeneis 1 und die Tötung des Turnus in Aeneis 12 genannt. Dabei wollen wir auch die Frage stellen, inwiefern in Vergils Aeneis auch (zeitgenössische) philosophische Diskurse reflektiert werden.

Im Zentrum stehen die Lektüre, Analyse und Interpretation des lat. Textes (ergänzend dazu die Lektüre von Passagen in dt. Übersetzung).

In Kurzreferaten werden übergreifende Themen behandelt (zur Biographie Vergils, antike Vergil-Viten, Textüberlieferung, historischer Kontext, augusteische Kulturpolitik, der Troja-Mythos in Rom, das augusteische Karthago, Aeneas in Latium, Rezeptions-Traditionen, Aeneas in der modernen Forschung u.a.).

Methode und Leistungsausweis: In den einzelnen Sitzungsleitungen, die von den Studierenden übernommen werden, werden ausgewählte Textpartien gelesen und diskutiert. Zum Leistungsausweis gehören die gründliche Vorbereitung, eine Sitzungsleitung, ein Kurzreferat und die aktive Teilnahme sowie mündliche Prüfung. Für die Sitzungsleitung ist eine schriftliche Übersetzung einer ausgewählten Textpassage vorzubereiten, die eine Woche vorher abgegeben wird und mit Prof. Fuhrer mind. 2-3 Tage vor der Sitzung besprochen wird.

Der Stoff des Seminars ist in Modul 12 Gegenstand der mündlichen Prüfung (30 Min.). Es wird empfohlen, die Vertiefungsvorlesung "Römische Philosophie" im selben Modul zu besuchen und das Modul mit einer mündlichen Prüfung zusammen abzuschließen (in einer Prüfung von 60 Min.).

Kritische Textausgabe (obligatorisch):

P. Vergili Maronis Opera, ed. R.A.B. Mynors (Oxford 1969, repr. corr. 1972 bzw. neuere Nachdrucke).

Ein Reader mit Scans der Bücher 1 und 12 wird zur Verfügung gestellt. Andere Ausgaben sind nicht zugelassen