Hannah Arendt betrachtet in ihren Vorlesungen über das Böse (1965) die Person Adolf Eichmanns, der im Nationalsozialismus an der Koordination des Holocaust beteiligt war. Zu seinem Prozess ist Arendt anwesend. Ausgehend von ihrer Beobachtung, dass Eichmann in seiner Erscheinung eben nicht als der klassische Bösewicht taugt, geht sie selbst kritisch mit der westlichen Denktradition über die Natur des Bösen ins Gericht. 

Sie erarbeiten sich dieses Werk mitsamt den zentralen philosophischen Positionen der klassischen Geistesgeschichte, die Arendt anführt und kritisiert. Dabei entwickeln Sie einen eigenen, reflektierten Standpunkt zur Idee des Bösen in der Welt.