Ob TikTok-Videos, die Massentötungen zeigen, die Inszenierung von Detektiven als allwissend oder brennende Kirchen und geschändete Gräber: Religion und Verbrechen können in enger Wechselwirkung stehen, die durch mediale Darstellungen auf verschiedene Weise geformt wird. In diesem Seminar mit Tagungsbesuch steht das Verhältnis zwischen Religion, Medien und Kriminalität im Mittelpunkt: Was wird als gut und böse, richtig und falsch, schuldig und unschuldig verstanden? Wie werden Vergehen religiös legitimiert? Wie wird Verbrechen medial gezeigt? Wie wirken religiöse Deutungsmuster und Prozesse der Kriminalisierung zusammen bei der Konstruktion von Ordnung, Schuld und Unschuld? Welche Machtmechanismen werden durch das Zusammenspiel von Religion, Medien und Kriminalität stabilisiert oder herausgefordert, und welche politischen Implikationen ergeben sich daraus?

- Docente: Verena Eberhardt