Viele Wirtschaftsunternehmen tragen, etwa durch energieintensive Produktion oder Logistik, massiv zum Klimawandel bei. Aber wer ist verantwortlich für resultierende Umweltschäden und ethische Probleme? Sollten einzelne Unternehmen oder Manager*innen umsteuern? Sollten Kund*innen durch angepasstes Konsumverhalten Druck auf die Unternehmen ausüben? Oder ist es nicht eher die Aufgabe der (nationalstaatlichen) Politik, eine wirtschaftliche Rahmenordnung zu gestalten, die klimaschonendes Wirtschaften in Einklang mit der Profitabilität bringt? 

Die Vorlesung stellt etablierte Ansätze der Wirtschaftsethik aus dem deutschsprachigen Raum (z.B. Ordnungsethik, integrative Wirtschaftsethik) und Positionen aus der internationalen Debatte vor und analysiert, mit welchen Begrifflichkeiten und Argumentationsstrategien sie zur normativen Analyse der Menschheitsaufgabe Klimaschutz beitragen können. Wegen der vielschichtigen und systemisch komplexen Wirkzusammenhänge hat sich das Thema Klimaschutz bisher als harte Nuss für die Wirtschaftsethik erwiesen. Daher eignen sich Anwendungsfälle aus diesem Themengebiet besonders gut, um die Theorien auf den Prüfstand zu stellen und gegeneinander abzugrenzen.


Das Seminar bietet eine strukturierte Einführung in die Grundprobleme der Bioethik. Wir besprechen Themen wie den moralischen Status von Embryos, ethische Implikationen pränataler Gentherapie, Euthanasie und lebensverlängernder Maßnahmen sowie Fragen der personalen Identität. Abschließend soll diskutiert werden, welche ethische Relevanz Argumente besitzen, die sich auf die „Unnatürlichkeit“ biomedizinischer Interventionen beziehen. Lektüregrundlage bildet Stephen Hollands "Bioethics: A Philosophical Introduction“.