Die Vortragsreihe „Reife Semester“ in Kooperation mit dem Augustinum München-Nord ist angelehnt an das Kulturmotto der Augustinum-Häuser 2020 „Reifezeiten“ und befasst sich mit Reife in all ihren Facetten: Die Vorträge beleuchten Reife- und Entwicklungsprozesse, Alterswerk sowie Alter und Altern aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir freuen uns, dass die für das Sommersemester 2020 geplante Reihe nun digital angeboten werden kann.

21.04.2021   „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
                     Bereit zum Abschied sein und Neubeginne…“
                     (Hermann Hesse, Stufen)
                     Tipps und Übungen für mehr Lebensqualität
                     Ilse Mauerer

05.05.2021    Alt werden und Alt sein in Indien. 
                    
Gelassenheit leben, Respekt erhalten.
                     PD Dr. Renate Syed

19.05.2021    Glück und Sinn im Alter – Glück und Sinn in der Jugend. 
                     Gibt es Brücken?
                     Prof. Dr. Rolf Oerter 

02.06.2021    Ideen vom Alter im Wandel der Zeit
                      Dr. Bettina Lörcher

16.06.2021    Das Alter der Erde aus biblischer und heutiger Sicht
                    
Prof. Dr. Heinrich Soffel

30.06.2021    Am Ende ein Neuaufbruch – 
                     Das Finale von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie
   
                      Stefan Heuberger  

14.07.2021    Metamorphosen 
                      Prof. Dr. Elisabeth Weiss 

Zeichnen kann nicht nur als „Handlung“, sondern im übertragenen Sinn erst mal als „Handwerk“ gesehen werden. Das Beherrschen des Zeichenwerkzeuges ist die Basis, wes­halb den Studierenden Materialkenntnisse sowie die Lehre der Linienführung und der damit verbundene Duktus an die Hand gegeben werden. Darüber hinaus ist es wichtig, eine Sensibilisierung für das Wahrgenommene zu lehren und durch eine nuancierte individuelle „Seh-Schule“ den Stu­dierenden dazu zu bringen, die Eignung zu erlangen, das Gesehene auf den Zeichenträger künstlerisch zu übertragen. Ebenso fließen in den Unterricht das Analysieren und Reflektieren sowie eine Stärkung der Verarbeitungs­kom­petenzen ein, um zu einer objektiven Evaluation und zur Fähigkeit des ästhetischen Urteilens zu gelangen. Es soll eine empirische Auseinandersetzung mit dem Zeichenprozess entstehen.

 


In diesem Sommersemester wird es um Münchner Kunstprojekte im öffentlichen Raum gehen. Wir besuchen verschiedene Stationen im gesamten Stadtgebiet und überlegen, wie die einzelnen Werke in ihre Umgebung eingreifen, ob sie vielleicht etwas verändern oder unterstreichen, sichtbar oder gar erfahrbar werden lassen. Dabei liegt der Fokus auf dauerhaft aufgestellten Projekten, es werden aber auch temporäre Installationen behandelt.

Wenn die aktuellen Corona-Regeln es zulassen, besichtigen wir die einzelnen Werke in der Stadt gemeinsam - ansonsten werden wie gehabt Videokonferenzen über Zoom stattfinden. Die Infos zu einzelnen Veranstaltungsorte werden in der vorletzten Aprilwoche bekannt gegeben.


Von Gentileschi, Saraceni und Reni, über die fast ausschließlich in Italien tätigen Nicolas Poussin und Johannes Liss, reicht ein Bogen bis Alessandro Magnasco und Tiepolo durch die reichhaltige Sammlung der Alten Pinakothek, und gibt damit Zeugnis vom Reichtum italienischer Barockmalerei.


Viele Künstler – u. a. Dürer, Rembrandt, Goya, Picasso, Warhol – haben mit Druckgrafik gearbeitet, sei es Hoch-, Tiefdruck, Lithografie oder Siebdruck. Ziel ist es, die Techniken zu verstehen und zu erkennen und Meisterwerke dieser Gattung zu besprechen.

Themen sind der Expressionismus, vertreten durch die Gruppen Blauer Reiter und Die Brücke sowie Künstlerpersönlichlichkeiten wie E. L. Kirchner und Emil Nolde, sowie der Kubismus (u. a. Picasso). Dies ist eine Wiederholungsveranstaltung vom Sommersemester 2020.


Die Veranstaltung bietet eine Reise durch nahezu 120 Jahre Designgeschichte. Über ausgewählte Arbeiten der Neuen Sammlung – Design Museum sollen Artefakte des 20. und 21. Jahrhunderts aus den Bereichen Industrial Design, Graphic Design, Computer Culture, Mobility und Kunsthandwerk besprochen werden. Die vorgestellten Objekte – Klassiker wie zeitgenössische Arbeiten – aus Kunststoff, Keramik, Metall, Glas, Möbel sowie Textilien, Schmuck, Plakate, Buchumschläge, Werbefilme u. v. m. sollen vor der Folie historischer wie gegenwärtiger Diskurse um die im Wandel begriffene Disziplin besprochen werden.


Rascheln, rauschen, rattern, klirren, knistern, knittern, knallen. Lautmalende Verben, denen es spielerisch gelingt, Geräusche durch Buchstaben hörbar zu machen. Man kennt das aus Comics (schluck, seufz!) und der Werbung (Lidl lohnt sich). Aber auch in der „hohen“ Literatur sind Lautmalereien sehr beliebt, seien sie gesprochen oder gesungen. Siehe Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Wilhelm Busch, Dada, Karl Valentin, Kurt Schwitters, Ernst Jandl und – ganz aktuell - den Münchner poetry-slammer Frank Klötgen. Es zeigt sich: sogenannte „onomapoetische“ Verfahren sind besonders für humorvolle, komische Texte geeignet. Geboten wird ein literaturgeschichtlicher Überblick anhand vieler Beispiele, die zum Nachdichten animieren sollen. Die Teilnehmenden bekommen so die Gelegenheit, selber kreativ zu werden. Lust auf Laute? Jaaaa! Nun denn: „Ottos Mops kotzt, aber Annas Katz schmatzt“…


Gifte sind facettenreich, allgegenwärtig und tödlich. Sie bereichern und verschmutzen unsere Umwelt. Sie sind Bestandteile unserer Nahrung und wir konsumieren sie als Genuss- und als Heilmittel. In historischen Zeiten wurde mit Gift Geschichte geschrieben und auch heute werden Gifte als Waffen gegen Gegner eingesetzt.

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Welt der tierischen und mikrobiellen Gifte. An Fallbeispielen werden Toxine verschiedener Substanzklassen vorgestellt, ihr Wirkungsmechanismus erklärt und der praktische Bezug erläutert. Exemplarisch wird an ausgewählten Beispielen die Bedeutung der Gifte die Forschung und Anwendung besprochen.


Schon seit langem befinden sich die Franzosen in einer Krise, die soziale Schere der Gesellschaft wird immer eindeutiger. Wie reagieren Autoren auf das soziale und kulturelle Debakel? Durch die französische gegenwertige Literatur bekommen wir einen Überblick über die aktuellen deutlichen Schwierigkeiten des Nachbarlandes jedoch auch Hoffnung auf potentielle Möglichkeiten für eine bessere Zukunft. Zusammen werden wir versuchen mittels einiger wichtiger französischer literarischer Texte einen Überblick zu bekommen.


Wir sind uns allgemein darin einig, dass Philosophie sich in sprachlicher Reflexion und logischer Argumentation ereignet. Es gibt aber einen ungenauen Übergang von genuin wissenschaftlichen zu literarischen Texten. Hier hat die philosophische Interpretation spezifische Schwierigkeiten. Es gibt aber auch Bilder, die ganz ohne sprachlichen Text eine eigenständige Ausdrucksmöglichkeit philosophischer Gedanken realisieren. In dieser Veranstaltung wollen wir eine Auswahl bekannter Bilder dieser Art besprechen.


In der Projektgruppe können Sie Ihr autobiographisches Projekt begleitet fortführen und das Erlernte vertiefen. In jedem Semester beschäftigen wir uns mit einem inhaltlich-thematischen Aspekt des autobiographischen Schreibens. Die handwerkliche Theorie zur Erhöhung der literarischen Schreibkompetenz ist darauf Aspekt abgestimmt. Zur Teilnahme am Projektseminar muss der Grund- und Aufbaukurs Autobiographisches Schreiben besucht worden sein

In der Projektgruppe können Sie Ihr autobiographisches Projekt begleitet fortführen und das Erlernte vertiefen. In jedem Semester beschäftigen wir uns mit einem inhaltlich-thematischen Aspekt des autobiographischen Schreibens. Die handwerkliche Theorie zur Erhöhung der literarischen Schreibkompetenz ist darauf Aspekt abgestimmt. Zur Teilnahme am Projektseminar muss der Grund- und Aufbaukurs Autobiographisches Schreiben besucht worden sein

Im Fortsetzungskurs wird vor allem gezeigt, wie sich Lebenserfahrung in einen dramaturgischen Plan umsetzen lässt, um seine Autobiografie zu gestalten. Weitere Themen sind Anfänge von Autobiografien, Zeitgestaltung, moderne Konzepte von Autobiografien. Zur Teilnahme am Fortsetzungskurs muss der Grundkurs Autobiografisches Schreiben besucht worden sein.


Viele Ergebnisse der Neurowissenschaften und empirischen Psychologie zu einem glücklichen, erfüllten Leben belegen, was Philosophen unterschiedlichster Kulturen bereits in der Antike formuliert hatten. Wir betrachten Empfehlungen großer Denker zur gesunden, ganzheitlichen Lebensführung und stellen sie mitgebrachten Überzeugungen gegenüber. Eine Gedankenreise zu westlichen und östlichen Philosophien. Semesterschwerpunkt: Philosophien des Hinduismus und Buddhismus.


Wir können zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens die Komfortzone alter Muster überdenken und uns neu ausrichten.  Es bedarf ja oft nur einer kleinen Kursänderung, um zufrieden und glücklich zu sein…

„Der Sinn unseres Lebens wird uns dann klar,

wenn wir uns auf das Abenteuer einlassen,

der Mensch zu werden, der wir noch nicht sind.“

(Brennan Manning, Franziskanermönch, geb. 1934).

 



„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten aus den Stuben über die Sterne“. Jean Paul

In den jetzigen Zeiten der Abgeschlossenheit hat Jean-Pauls Spruch mehr als je seinen ganzen Sinn. Was bedeutet Literatur für uns, welche Möglichkeiten bietet sie uns, welche Neuigkeiten bereitet sie uns vor. Zusammen wollen wir über neue Meisterwerke der französischen gegenwärtigen Literatur diskutieren, sie analysieren und dadurch neue Kenntnisse über die Welt und vor allem über die Menschen bekommen. Literatur verbreitet unseren Horizont, baut die Grenzen ab, verbindet. Ihre Meinung ist, wie immer auf Deutsch oder Französisch gewünscht, da sie für alle eine bedeutende, interessante und wichtige Bereicherung ist.

Die ersten Wege ins Erdinnere waren Bergwerke auf der Suche und zum Abbau von Salz sowie von Erzen zur Gewinnung neuer Materialien für Waffen und Gebrauchsgegenstände. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Bohrungen zur Erkundung und Ausbeutung von Salz- und Erdöllagerstätten hinzu. Die nach dem 2. Weltkrieg eingesetzten Bohrungen haben ganz wesentliche neue Beiträge zum Verständnis des Aufbaus und der geologischen Geschichte unseres Planeten geliefert. Sie sind auch zur Gewinnung geothermischer Energie unverzichtbar geworden. Die tiefsten Bergwerke reichen etwa 4 km, die tiefste Bohrung etwa 12 km in die Erdkruste hinein.


Geschichte neuer und alter Nutzpflanzen, Beschreibung der Pflanzen, Anbau, Nutzen im Hinblick auf unsere Ernährung.


Im Revolutionsjahr 1848/49 hörte der Dichter Gottfried Keller in Heidelberg Ludwig Feuerbachs Vorlesungen zur Religionskritik. Für sein poetisches Schaffen war dies ein Erweckungserlebnis. An Beispielhaften Dichtungen Kellers, insbesondere am „Grünen Heinrich“, soll dies aufgewiesen werden. Außerdem macht das Kolleg mit Grundzügen von Feuerbachs Denken bekannt.


Im Anschluss an die Vorlesung des WS 2020/21, deren Themen die Kolonialzeit in Indien und der Kampf um die Unabhängigkeit war, steht nun die neuere Geschichte Indiens im Mittelpunkt.

Indien hat seit 1947 bedeutsame Veränderungen erlebt; waren die ersten Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit von der liberalen Congress-Partei und den Premierministern Jawaharlal Nehru und Indira Gandhi geprägt, die Indien als sozialistische und säkulare Bundesrepublik gestalteten, vollzog sich unter Rajiv Gandhi, vor allem aber unter Manmohan Singh (beide Congress-Partei) eine paradigmatische Wende zum Kapitalismus und zur Öffnung der indischen Wirtschaft. In den 1990er Jahren wurden hindunationalistische Kräfte in Politik und Gesellschaft zunehmend stärker, bis es 2014 zur Regierung Narendra Modis und seiner kulturkonservativen BJP (Bharatiya Janta Party) kam. Bis heute ist die Macht der BJP ungebrochen, die Opposition schwach. Diesen Werdegang möchte die Vorlesung aufzeigen und die Fragen stellen: Wie wird es mit Indien weitergehen? Intern und außenpolitisch? 


Die etwa zwischen 1200 und 800 v. Chr. entstandenen und in vedischer Prosa verfassten Brahmana-Texte, sind so benannt nach ihren Autoren, den Brahmanen, aber auch nach einem ihrer Themen, dem "brahman", dem Absoluten. Sie bilden die Verbindung zwischen den Veden und den Upanishaden und sind bedeutsam für das Verständnis indischen Denkens und der hinduistischen Kultur. Zunächst sind die Brahmanas, die zu den einzelnen Samhitas gehören (Aitareya-B. und Kaushitaki-B. zum Rgveda, Shatapathabrahmana zum Weißen Yajurveda etc.) Erklärungen und Kommentare zu den älteren Hymnen und den komplexen Ritualen; sie entwickeln mythologische, philosophische und religiöse Ideen, die in den sich anschließenden Upanishaden (so die Brhadaranyaka an das Shatapatha-B. etc.) reflektiert und fortgeführt werden. In den Brahmanas entstehen die bis heute gültigen Konzepte der hinduistischen Kultur: Wiedertod, Wiedergeburt, Leibhaftigkeit der Welt, Karma, Kaste und Tatvergeltung. Wer den Hinduismus verstehen will, muss die Upanishaden kennen, wer aber diese richtig verstehen will, muss die im Westen selten behandelten Brahmanas kennen. 

Die Vorlesung wird einzelne Textteile verschiedener Brahmanas vorstellen und auf Sprache und Inhalt eingehen.


Chartres, die Kathedrale, ihre Portale und Fenster, das Labyrinth, die philosophische Schule – ‚on the shoulders of giants‘, im Rückblick auf den Platonismus, die theologia mystica des Dionysius, vorblickend auf ein unerschöpfliches Thema – das Licht. Nicht die Poesie und Kunst allein, die Ludik des Lichts, die Synästhetik, nicht bloß Theologie und Philosophie, all das Leuchten im Geist, sondern das Phänomen selber, die Natur des Lichts, – was ist Licht? Nirgendwo berühren sich Physik und Metaphysik unmittelbarer als in dieser Sprache der Dinge selber.


Im 2. Teil des Seminars „Vergessene Schätze“ stellt der Konzertpianist Michael Leslie folgende Klavierwerke vor: William Byrd: „The Bells“, Mozart: F-Dur Sonate KV 533/494, Beethoven: G-Dur Sonate OP 31/1, Schubert: die unvollendete C-Dur Sonate D840, Schumann: die Gesänge der Frühe OP 133, Bartók: Sonate (1926) u.a.


Klaviersonaten in B-Dur (D 960), A-Dur (D959)  und G-Dur (D958),

3 Klavierstücke aus dem Nachlass

Messen in Es (D950), As (Missa Solemnis, D678,) G (D167),  B (D324)



Die von uns so bezeichnete klassische Moderne ist mit zahlreichen künstlerischen Avantgardebewegungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa verknüpft. Das Seminar untersucht das Konzept der Avantgarde und stellt die maßgeblichen Zentren zwischen 1910 und 1930 im Zusammenhang vor. Es findet im Hörsaal und in der Pinakothek der Moderne statt.


Mittlerweile blickt die Institution des Museums auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Gleichwohl muss sich die Institution stets hinterfragen und wechselnden Anforderungen stellen. Im Seminar werden einige der bedeutendsten Kunstmuseen derWelt vorgestellt. Die Beschäftigung mit ihren Geschichten und Sammlungen gleicht einem Gang durch die globale Geschichte, Kunst und Museumskunde.


Das klassizistische Ensemble des Königsplatzes spiegelt den Traum Ludwigs I. von der Antike, verknüpft mit der wittelsbachischen Herrschaftsgeschichte und der Geschichte des Christentums. Dagegen steht die nationalsozialistische Umgestaltung des Areals in der Münchner Maxvorstadt zu einem Parteiforum der NSDAP. Das Seminar zum Königsplatz beleuchtet die gesamte Geschichte der Platzanlage und stellt die anliegenden Institutionen vor. Dazu zählen die Glyptothek, die Antikensammlung, die Hochschule für Musik und Theater, das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, das NS-Dokumentationszentrum und die Benediktinerabtei St. Bonifaz.

Mit der Entfestigung Ende des 18. Jahrhunderts entledigte sich München seines mittelalterlichen Korsetts. Erweiterungen und Eingemeindungen prägten fortan die urbane Entwicklung und kulturelle Geschichte der Stadt. Das Seminar geht dieser Veränderung nach und stellt künstlerische Setzungen in ausgewählten Stadtteilen vor.


„Die Malerei ist am Ende. Wer kann etwas Besseres machen als diese Propeller?“, so Marcel Duchamp 1912 auf der Pariser Luftfahrtschau. Die Kunst geriet Anfang des 20. Jahrhunderts in eine Krise. Kasimir Malewitsch malte ein Bild mit nichts anderem als einem schwarzen Quadrat. Marcel Duchamp ernannte Flaschentrockner oder Urinoirs zu Kunst. Bis in die 70er Jahre hinein versuchten Künstler die Mittel der Kunst bzw. den Kunstbegriff zu erweitern.  Heute scheint jedes Tabu gebrochen, und gerade, weil wir uns kaum mehr die Frage stellen, was Kunst sei, sollen im Seminar moderne und aktuelle Positionen der Kunst vorgestellt und diskutiert werden. Auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen!


Nirgendwo auf der Welt gibt es eine so reichhaltige und vielfältige spätromanische Architektur wie in Deutschland. Man sollte das nicht mit Rückständigkeit gegenüber der 'modernen' französischen Gotik verwechseln - einerseits waren die Architekten durchaus offen für neue Ideen aus dem Westen - sie übernahmen sie nur nicht wörtlich, sondern wandelten sie ab und bewiesen auf der anderen Seite ein großes Beharrungsvermögen an hergebrachten Baugewohnheiten.


Bei dem Wort Backsteinarchitektur denkt man zunächst an die Lübecker Marienkirche und ihre Nachfolge.  Daß aber bereits in romanischer Zeit bedeutende Sakralbauten in Backstein ausgeführt wurden, ist ebensowenig im allgemeinen Bewußtsein, wie spätmittelalterliche Profanbauten, die neben dem Holstentor völlig zu Unrecht ein Schattendasein fristen. Es sollen deshalb auch die Bauten behandelt werden, die neben den großen Bürgerkirchen Glanz und Macht der Hansestädte wiederspiegeln.


Gärten und Landschaften waren und sind Orte u.a. der Lebenserhaltung (Medizin, Landwirtschaft), der Rekreation (Gärten der Impressionisten), des festlichen Vergnügens (Versailles; Theater, Naumachien), dienten aber auch in hohem Maß fürstlicher Repräsentation (exotische Pflanzen; Orangerien) und bürgerlichem Prestige („Tulpomanie“). Dieses Seminar beleuchtet aus kunsthistorischer Sicht die Geschichte der Landschaftsmalerei sowie die Geschichte der Gartenkunst. Gleichfalls wird „Garten und Landschaft“ in Kunsthandwerk („Zwergerlgärten“) und Festkultur („Heckentheater“) besprochen

Wir werden das große und qualitativ hochstehende Angebot der Münchner Museen und Ausstellungshäuser an zeitgenössischer Kunst nutzen, um die Sprachen, die Seh- und Denkformen dieser aktuellsten Kunstproduktion nachvollziehen zu lernen. Dabei helfen uns Rückbezüge und Querverbindungen zu den Beständen der schon 'klassisch' gewordenen Kunst des 20. Jahrhunderts in den Sammlungen. Hörsaaltermine sollen das Erfahrene vertiefen und in kunst-und sozialhistorische wie ideenpolitische Zusammenhänge rücken.


Im 3. Teil der München-Reihe wird dem Leben unter dem ersten bayerischen König Max. I. Joseph, den Reformen des 19. Jh. und den Veränderungen im Bild und Leben der Stadt unter Kg. Ludwig I. und Maximilian II. nachgegangen; ebenso dem schwierigen Verhältnis zu Ludwig II.. Politik, Kunst und Kultur in der Prinzregentenzeit werden beleuchtet; der 1. Weltkrieg und die Räterepublik bilden den thematischen Abschluss. In vier Stadt-Exkursionen wird das Gehörte vertieft (bei digitalem Angebot wie WS). Mit dem Angebot wird der München-Zyklus beendet. Es werden die Geschicke der Stadt im neuen Königreich besprochen, die Bauten (Oper), aber auch die großen, planmäßigen Stadterweiterungen wie Ludwig-  und Maximilianstr., die Eingemeindung der Vorstädte. Die starken Umbrüche spiegeln sich in der Kunst der Zeit von Klassizismus bis Jugendstil

Mit einigem Recht dürfen wir Sizilien als die faszinierendste Insel des Mittelmeeres ansehen. Es ist nicht nur ihre Größe und Schönheit, sondern auch ihre Geschichtsträchtigkeit, die besticht. Der Bogen spannt sich von den Metallschiffern der Bronzeit, die englisches Zinn zu den liparischen Inseln brachten, um von dort das für die Bronzeherstellung benötigte Erz in viele Teile des Mediterraneums zu verkaufen. Dann die Ankunft der Griechen, die aus den verschiedensten Gründen und mit ganz unterschiedlicher Zielsetzung Stützpunkte und Kolonien an den Küsten der dreieckigen Insel anlegten. Die Tyrannen, die auf der Insel die Macht an sich rissen, gehörten zu den mächtigsten Männern ihrer Zeit und waren die Urheber großen kulturellen Glanzes. Auch die Karthager interessierten sich für die Insel und waren bestrebt, die Westspitze der Insel zu kontrollieren, um Überraschungsangriffe auf ihre gar so nahe Hauptstadt zu verhindern. Schon bald kam es zu einem jahrhundertelangen, überaus blutigen Konflikt zwischen Karthagern und Griechen. Schließlich setzen die Römer ihren Fuß auf die Insel, entrissen sie den Karthagern und machten sie zu ihrer ersten Provinz. Die Bewohner genossen nun die Segnungen des römischen Friedens, hatte aber unter Ausbeutung und Raub ihrer Kunstschätze zu leiden. Erst in der Kaiserzeit besserte sich die römische Administration Siziliens, doch versank die Insel in einen ruralen Dornröschenschlaf. In der Spätantike bemächtigte sich der Großgrundbesitz der Insel und nutzte sie nicht zuletzt als arkadisches Jagdrevier. In den Städten setzte sich allmählich das Christentum durch. Alle diese Aspekte und noch einige mehr werden Gegenstand der zweistündigen Vorlesung sein

mp4-Filme Augenheilkunde                                                                             

 

1) Propädeutik - Einführung in die Augenheilkunde (3 Teile) Prof. Oliver Ehrt

2) Klinische Untersuchungsmethoden Dr. Jakob Siedlecki

3) Notfälle in der Augenheilkunde PD Dr. Dr. Nikolaus Luft

4) Refraktion und Netzhaut Prof. Stephan Thurau

5) Netzhautablösung (Ablatio) Dr. Thomas Kreutzer

6) Makula (2 Teile) Prof. Ricarda Schumann

7) Diabetes (2 Teile) Dr. Tina Herold

8) Glaukom (2 Teile) Dr. Marc Mackert

9) Bindehaut und Hornhaut PD Dr. Christian Wertheimer

10) Katarakt-Operation Prof. Wolfgang Meyer

11) Immunologische Grundlagen in der Augenheilkunde (3 Teile) Prof. Gerhild Wildner

12) Uveitis - Entzündung des inneren Auges (3 Teile) Prof. Gerhild Wildner & Prof. Stephan Thurau

13) Erkrankungen der Orbita und der Lider, Prof. Dr. Christoph Hintschich


Aufzeichnungen aus dem Sommersemester 2020.

Angeboten wird ein Rundgang durch das Lenbachhaus und seine Sammlung der klassischen Moderne samt der Kunst nach 1945 bzw. der Gegenwartskunst. Neben den berühmten Arbeiten des Künstlerkreises Blauer Reiter werden ausgewählte Hauptwerke des Nachexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit besprochen.