Wie geht die aktuelle Berichterstattung mit dem Thema Klima(-wandel) auf Social Media um? Dieser (großen) Frage wollen wir uns in diesem Methodenseminar annähern.
Hierfür haben wir einen umfassenden Datensatz, der eine Vollerhebung aller Facebook- und Instagram-Posts von 20+ verschiedenster Medien-Outlets (von taz bis Tichys Einblick) aus dem deutschsprachigen Raum seit 2014 darstellt und der als Basis Ihrer Forschungsarbeit dienen (kann). Zuerst werden Sie im Rahmen methodischer und teils inhaltlicher Referate verschiedene Arten der Inhaltsanalyse – qualitativ wie auch quantitative – kennenlernen und erörtern. Im nächsten Schritt werden Sie in Guppen Ihr Wissen praktisch in einem Forschungsprojekt anwenden und in einem Forschungsbericht vorstellen. Aufgrund des großen Datensatzes haben Sie die Möglichkeit eine Forschungsarbeit nach Ihren Interessen durchzuführen.
Die Arbeitsweise im Seminar ist einerseits auf das gemeinsame Diskutieren und Erarbeiten von Inhalten ausgelegt (z.B. hinsichtlich Literatur und des Übens von Analysestrategien). Andererseits ist die Arbeit in Kleingruppen geplant (insbesondere bei der Konzeption, Planung und Umsetzung).
Ziel des Seminars ist neben des Erlernens der Konzeption, Planung und Durchführung verschiedener Arten der Inhaltsanalyse die gemeinsame Diskussion und Reflexion der Befunde und wie man diese in den gesellschaftlichen Gesamtdiskurs einordnen kann. Zu den Leistungsanforderungen gehören ein Referat und eine Forschungsarbeit (Einzel-/Gruppenarbeit). Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung einen Laptop mit installierter Zotero-Software und vor allem Neugier und Interesse mit.

- Teacher: Laura Aleman
- Teacher: Maximilian Lechner
Bisherige Forschung hat sich umfangreich mit Wissenschaftsjournalist*innen als zentrale Gatekeeper*innen der Wissenschaftskommunikation beschäftigt; diese wählen wissenschaftliche Themen unter anderem nach spezifischen Nachrichtenwerten und -faktoren aus (Galtung & Ruge, 1965; Shoemaker & Reese, 2014). Frühere Befunde deuten beispielsweise darauf hin, dass sich die Nachrichtenwerte und -faktoren im Wissenschaftsjournalismus von denen anderer Berichterstattungsfelder teilweise unterscheiden: Neben klassischen Nachrichtenfaktoren wie Personalisation, Kontroversität oder auch geographische Nähe, sind im wissenschaftlichen Kontext unter anderem Aspekte wie Neuigkeit, Erstaunen („astonishment“) oder gesellschaftliche Relevanz von besonderem Interesse. Durch zahlreiche Herausforderungen – etwa durch Medialisierung, Globalisierung und Digitalisierung – können Journalist*innen ihrer Gatekeeping-Funktion jedoch nicht mehr allein gerecht werden. Vermehrt nehmen auch Wissenschaftler*innen, wissenschaftliche Institutionen sowie deren PR-Abteilungen Einfluss auf die öffentliche Wissenschaftskommunikation – und orientieren sich dabei womöglich an anderen Nachrichtenwerten und -faktoren.
Das Seminar behandelt deshalb Nachrichtenwerte und -faktoren in der Wissenschaftskommunikation – insbesondere in Pressemitteilungen wissenschaftlicher Institutionen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie ggf. in anknüpfender journalistischer Berichterstattung. Im Verlauf des Seminars wird dabei eine Einführung in die Medieninhaltsforschung mit Fokus auf die Methode der Inhaltsanalyse gegeben. Die Teilnehmer*innen lernen, wie wissenschaftliche Inhalte in Pressemitteilungen und den Medien analysiert und interpretiert werden können. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für die Darstellung wissenschaftlicher Themen zu entwickeln und methodische Kompetenzen in der Inhaltsanalyse zu erwerben.
- Teacher: Janise Brück
How
is sentiment in economic reporting conveyed through media? What topics
does finstagram (finances on instagram) or fintok (finances on tiktok)
discuss? What role do these discussions play in the context of stock
market fluctuations? How could it happen that reddit made the gamestop
stock soar? And how can artificial intelligence help us analyze and
understand these complex narratives? |
- Teacher: Patrick Parschan
- Teacher: Lukas Friedrich
Die Trennung zwischen Wissenschaft und Politik ist oftmals unscharf: auf
der einen Seite haben viele wissenschaftliche Themen ein politisches Ausmaß und
direkte Auswirkungen auf politische Entscheidungen, auf der anderen Seite
werden wissenschaftliche Erkenntnisse (bspw. durch politische Akteur*innen)
genutzt, um politische Agenden zu verfolgen. Das kann nicht nur die
Objektivität und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft untergraben, sondern auch die
gesellschaftliche Akzeptanz und Umsetzung wissenschaftlicher Empfehlungen
beeinflussen, was sich z. B. beim Klimawandel, KI und COVID-19 zeigt. Auch
Medien tragen erheblich zu einer Politisierung von Wissenschaft bei, indem sie
die Wahrnehmung und Interpretation wissenschaftlicher Erkenntnisse formen und
mit politischer Berichterstattung verknüpfen. Das Seminar widmet sich deshalb
der Politisierung von Wissenschaft in der Medienberichterstattung. Im Verlauf
des Seminars wird dabei eine Einführung in die Medieninhaltsforschung mit Fokus
auf die Methode der Inhaltsanalyse gegeben. Die Teilnehmer*innen lernen, wie
wissenschaftliche Inhalte in den Medien analysiert und interpretiert werden
können. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für die Darstellung
wissenschaftlicher Themen in den Medien zu entwickeln und methodische
Kompetenzen in der Inhaltsanalyse zu erwerben.

- Teacher: Janise Brück
- Teacher: Justin Schröder

- Teacher: Lars Guenther
- Teacher: Justin Schröder
- Teacher: Sophia Rothut
„Cancel Culture“, „Political Correctness“, „Meinungsdiktatur“ - das Thema Meinungsfreiheit wird in der öffentlichen Debatte seit ein paar Jahren zunehmend und polarisiert diskutiert. Doch wie wird in der Medienberichterstattung und auf Social Media über eines der grundlegendsten demokratischen Grundrechte geschrieben? Und wie werden dabei Rechte angesprochen, die der Meinungsfreiheit gegenüberstehen können, wie die Toleranz und Freiheit vor Diskriminierung? Gemeinsam wollen wir uns im Seminar diesen Fragen widmen. Dafür lernen Sie die Methode der Medieninhaltsforschung kennen und werden sie am Thema der Meinungsfreiheit anwenden. |
- Teacher: Anna-Luisa Sacher