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Im Seminar beschäftigen wir uns mit den folgenden Aspekten:

  • Grundlegendes: Warum sind Dialekte „natürlicher“ als Standardsprachen?
  • Empirische Dimension: Datenbestände, Erhebungs-, Auswertungs- und Darstellungsmethoden dialektmorphologischer Strukturen (direkte und indirekte Erhebung, Auswertung von Korpusdaten, quantitative Verfahren usw.)
  • Kontrastive bzw. komparative Aspekte: Morphologische Unterschiede zwischen einzelnen Dialekten und der Standardsprache.
  • Theoretische Aspekte: Beschreibungs- und Analysewerkzeuge zur Modellierung morphologischer Variation (Kanonische Typologie, wort- bzw. morphembasierte Ansätze usw.)

Ab sofort finden Sie alle Neuigkeiten/Materialien/Übungsaufgaben zum Einführungskurs A "Germanistische Linguistik"!

Bei Fragen & Sonstigem: martina.werner@univie.ac.at


Zweck dieses Oberseminars ist es, eigene Forschungsvorhaben in kleiner Runde testen, vorstellen und diskutieren zu können, mit dem Resultat, konstruktive Anregungen und kritische Rückmeldungen zu erhalten.

Die ersten längeren überlieferten Textzeugnisse der deutschen Sprache gehen auf das achte Jahrhundert zurück. Sie zeigen Einblicke in ein Varietätensystem, das sich – bei aller offensichtlichen Verwandtschaft – in vielerlei Hinsicht deutlich vom modernen Deutsch unterscheidet.

Im Seminar versuchen wir, uns dem Althochdeutschen direkt durch die Lektüre von Originaltexten zu nähern. An ihrem Beispiel lernen wir Phonologie, Morphologie und Syntax dieser historischen Sprachstufe kennen.

Ziel ist es, das Althochdeutsche wie eine verwandte, aber fremde Sprache als eigenständiges System aus linguistischer Perspektive verstehen und analysieren zu können.

"In den meisten Fällen von sozialer Diskriminierung spielt Sprache eine Schlüsselrolle. Sie ist ein zentrales Mittel der Diskriminerung [sic, D.R.], wird aber auch zum Objekt von Diskriminierung und zudem zum Medium der Bekämpfung von Diskriminierung." (Reisigl 2017: 82).

Ziel dieses Seminars ist die deskriptive, d.h. möglichst vorurteilsfreie Beschreibung und Klassifikation von sprachvermittelter Diskriminierung.

Ein nur selten in das Zentrum der medialen Aufmerksamkeit rückender Aspekt ist die Diskriminierung von Sprachen, Dialekten und Idiolekten. Abwertende Aussagen wie "Die/der kann ja noch nicht mal richtig Deutsch!" gehören auch im vermeintlich aufgeklärten Deutschland häufig zu den frühesten Erinnerungen eigener Sprachbiographien. Dieser erste Teil des Seminars wird uns zeigen, dass in jeder und jedem von uns das Potential steckt, andersartige Menschen zu diskriminieren. Wie beliebig und allgegenwärtig Kriterien der Diskriminierung sein können, zeigt uns schon das Schibboleth des Alten Testaments.

Den Fokus des zweiten Teils des Seminars bilden Strukturen, die Menschen auf der Basis von Ethnie, Rasse, Religion, Alter, Geschlecht, Orientierung, Behinderung oder politischer, theoretischer bzw. philosophier Zugehörigkeit zu diskriminieren versuchen. Hier werden wir das komplette linguistische Instrumentarium von der Phonologie über die Morphologie bis hin zur Pragmatik bemühen müssen.

Am Ende werden wir die Funktionen der besprochen Formen von Diskriminierung diskutieren, auch wenn Antworten dazu eher in den Bereichen Psychologie und Soziologie zu erwarten sind.  


Das Kandidatenkolloquium dient der Vorbereitung auf das schriftliche Staatsexamen Deutsche Sprachwissenschaft im Unterrichtsfach ("nicht-vertieft"). Naturgemäß steht nicht die Vermittlung von Lerninhalten im Vordergrund, sondern die Diskussion und Bewertung von Lösungen konkreter Examensaufgaben. Dennoch wird das Prüfungswissen der einzelnen Gebiete zusammengefasst dargestellt. Jeder Teilnehmer wird in der ersten Sitzung des Seminars einer Gruppe zugeteilt, die im Laufe des Seminars alle Teilaufgaben eines Staatsexamensthemas bearbeiten und vorstellen wird.

Im Seminar werden Grundkonzepte der Pragmatik vermittelt; Themenbereiche:

  • Gegenstand und Abgrenzung der Pragmatik
  • Deixis und Referenz
  • Implikaturen
  • Präsuppositionen
  • Sprechakte
  • Informations- und Diskursstruktur


Da hilft kein Schätzen, Raten, Dichten,
man muss sich nach den Daten richten
.
(H. Winkler; zitiert nach: https://www.uni-muenster.de/Physik.TP/~munsteg/schuettelreime.html)

Sprache ist sowohl ein biologisches als auch ein kulturelles Phänomen. Diese Vielgestaltigkeit bringt es mit sich, dass die zeitgenössische sprachwissenschaftliche Forschung von sehr unterschiedlichen Zugängen geprägt ist, und zwar sowohl in Bezug auf ihr Erkenntnisinteresse als auch die davon geleiteten Methoden.

Im Seminar und der begleitenden Übung gehen wir zuerst auf die Frage ein, was überhaupt wissenschaftliche Theorien sind und nach welchen Kriterien sie bewertet werden. Daran anschließend betrachten wir anhand von Fallstudien die Theoriebildung in verschiedenen linguistischen Disziplinen und Teilgebieten.

Für die erfolgreiche Teilnahme wird neben aktiver Mitarbeit in den Sitzungen die eigenverantwortliche Lektüre begleitender Texte erwartet; auch wird die selbstständige Auswertung sprachlicher Daten Bestandteil des Seminars sein. 

Herzlich willkommen im Tutorium (Wintersemester 2021/22)!

Begleitend zur Vorlesung "Einführung in die germanistische Linguistik" (Veranstaltungsnummer: 13489) und den Einführungsseminaren bieten euch die Tutorien eine Unterstützung in der Klausurvorbereitung.

Bei Problemen in der Anmeldung meldet euch gerne bei uns!

Wir freuen euch über eure Teilnahme in den Online-Tutorien und die Nutzung der Materialien im Moodle-Kurs!


Satztypen (z.B. interrogativ, deklarativ, imperativ) und die durch sie realisierten Satzmodi spielen eine wichtige Rolle bei der Modellierung des Verhältnisses von Grammatik und Pragmatik, denn sie stellen Bezüge her zwischen dem Handlungspotential sprachlicher Äußerungen (Illokutionen) auf der einen und grammatischen Strukturen (Morphosyntax bzw. Intonation) auf der anderen Seite. Ausgehend vom Deutschen, das sich in dieser Hinsicht durch ein breitgefächertes und komplexes System auszeichnet, werden im Seminar die folgenden Themen behandelt und disktuiert:

  1.  Kanonische (z.B. Deklarativsätze mit Verbzweit) vs. periphere Satztypen (Echo-W-Fragen)
  2. Welchen diachronen Veränderungen sind Satzmodi und ihre konstitutiven Merkmale unterworfen (Verbstellung etc.)?
  3. Typologische Perspektive: Satzmodi im Sprachvergleich (auch mit Blick auf die Dialekte des Deutschen), typologische Generalisierungen
  4. Theoretische Aspekte: Wie arbiträr ist das Form-/Funktionsverhältnis bei den Satztypen? Korrespondenz-Ansatz (Altmann 1993) vs. Derivationeller Ansatz (Reis 1999)
Erwartet wird die regelmäßige und aktive Mitarbeit an der Veranstaltung sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.

Dieses Seminar soll begleitend zur gleichnamigen Einführungsvorlesung (Mi, 12–14 Uhr) belegt werden. Es dient dazu, die Vorlesungsinhalte einzuüben und zu vertiefen. Erwartet wird die regelmäßige und aktive Mitarbeit an der Veranstaltung.

Korpora (Sg. das Korpus), das sind elektronisch durchsuchbare und hinreichend erschlossene elektronische Textsammlungen, bilden in der heutigen linguistischen Forschung eine wichtige, wenn nicht gar unverzichtbare empirische Grundlage. Im Seminar werden Grundkenntnisse im Bereich der Korpuslinguistik vermittelt und anhand von praktischen Übungen vertieft. Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Themenbereiche:

  1. Grundbegriffe: Was ist ein Korpus? Token/type-Unterscheidung, Frequenzklassen, Zipfs Gesetz
  2. Praktische Aspekte: Umgang mit dem Konkordanz-Werkzeug AntConc, reguläre Ausdrücke, einfache Programmierung mit R und Python
Erwartet wird die regelmäßige und aktive Mitarbeit an der Veranstaltung (sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit verschiedenen Entwicklungen im Bereich der verbalen und nominalen Flexionsmorphologie des Deutschen. Naiverweise könnte man annehmen, dass es in diesem Bereich (wie auch in anderen) zu einer zunehmenden Vereinfachung gekommen ist, jedoch zeigt sich, dass die Sprachgeschichte von einem komplexen Wechselspiel geprägt ist: Neben dem Umbau morphologischer Distinktionen (Entstehung, Angleichung oder Verlust von Flexionsendungen) spielen periphrastische Formen (z.B. Konjunktivumschreibung mit „würde“) eine nicht zu unterschätzende Rolle. Prinzipiell sollen alle Sprachstufen des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zum Gegenwartsdeutschen) abgedeckt werden, bei manchen Entwicklungen ist es außerdem sinnvoll, in die Dialekte zu blicken, die in mancher Hinsicht konservativer, in anderer aber auch innovativer sein können als die Standardsprache.

Literatur

Kern, Peter Chr. und Herta Zutt (1977): Geschichte des deutschen Flexionssystems. (Germanistische Arbeitshefte; 22.) Tübingen: Niemeyer.

Nübling, Damaris et al. (2013): Historische Sprachwissenschaft des Deutschen: eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. 4. Auflage. Tübingen: Narr. [Kapitel 3.1: Flexionsmorphologischer Wandel; Kap. 10–12].

Sprachliche Variation, wie sie sich anhand von Dialekten, Regiolekten und anderen Varietäten des Deutschen zeigt, spielte bisher im Schulunterricht bzw. in der didaktischen Reflexion wenn dann nur eine marginale Rolle. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass der Deutschunterricht primär auf die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der Standard- bzw. Schriftsprache abzielt. Das ist schade, weil Dialekte ein interessantes und innovatives sprachwissenschafltiches Untersuchungsgebiet darstellen, dem von ganz verschiedenen linguistischen Disziplinen (Germanistik, Grammatiktheorie, Sprachtypologie) immer größeres Interesse entgegen gebracht wird.

Das Seminar kann sowohl als linguistisches Seminar (Leistungsnachweis: Hausarbeit oder Thesenpapier) als auch als didaktisches Seminar (Hauptseminar, Leistungsnachweis: Portfolio) belegt werden und verfolgt das Ziel, fachliche und didaktische Perspektiven auf das Thema „Dialekt“ zu kombinieren. Thematisiert werden dabei definitorische (Wo beginnt und endet ein „Dialekt“, wo beginnt eine eigene Sprache?), methodologische (Wie lassen sich Dialekte beschreiben? Wie erhebe und bewerte ich Dialektdaten?) und phänomenbezogene Aspekte (Wodurch zeichnen sich Dialekte aus? An welchen konkreten Beispielen können wir das sehen?).

In didaktischer Hinsicht ist zu diskutieren, welches Potential die Behandlung von regionaler Variation in der Schule bietet: Dazu kann die Generierung von Sprachbewusstheit über die kontrastive Behandlung von gesprochensprachlichen bzw. regional gebundenen Varietäten (Dialekt, Regiolekt usw.) zählen. Da Dialekte aber nicht einfach „verderbtes“ Hochdeutsch sind – sondern eigenständige sprachliche Systeme mit Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschieden zur überdachenden Standardvarietät –, steht aber auch ein Schulfach „Dialekt“ zur Debatte.

Korpora (Sg. das Korpus), das sind elektronisch durchsuchbare und hinreichend erschlossene elektronische Textsammlungen, bilden in der heutigen linguistischen Forschung eine wichtige, wenn nicht gar unverzichtbare empirische Grundlage. Im Seminar werden Grundkenntnisse im Bereich der Korpuslinguistik vermittelt und anhand von praktischen Übungen vertieft. Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Themenbereiche:

  1. Grundbegriffe: Was ist ein Korpus? Token/type-Unterscheidung, Frequenzklassen, Zipfs Gesetz

  2. Praktische Aspekte: Umgang mit dem Konkordanz-Werkzeug AntConc, reguläre Ausdrücke, einfache Programmierung mit Pyhton


In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit verschiedenen Entwicklungen im Bereich der verbalen und nominalen Flexionsmorphologie des Deutschen. Naiverweise könnte man annehmen, dass es in diesem Bereich (wie auch in anderen) zu einer zunehmenden Vereinfachung gekommen ist, jedoch zeigt sich, dass die Sprachgeschichte von einem komplexen Wechselspiel geprägt ist: Neben dem Umbau morphologischer Distinktionen (Entstehung, Angleichung oder Verlust von Flexionsendungen) spielen periphrastische Formen (z.B. Konjunktivumschreibung mit „würde“) eine nicht zu unterschätzende Rolle. Prinzipiell sollen alle Sprachstufen des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zum Gegenwartsdeutschen) abgedeckt werden, bei manchen Entwicklungen ist es außerdem sinnvoll, in die Dialekte zu blicken, die in mancher Hinsicht konservativer, in anderer aber auch innovativer sein können als die Standardsprache.

Hier finden Sie die Folien und andere Zusatzmaterialien zum Einführungsseminar in die Germanistische Linguistik (G).

Liebe Studierende,

herzlich Willkommen im Proseminar Digitale Lexikographie.

Für das Seminar lege ich Ihnen folgende Lektüre ans Herz:

  • Engelberg, Stefan und Lothar Lemnitzer (2009): Lexikographie und Wörterbuchbenutzung. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Tübingen: Stauffenburg Verlag.
  • Schlaefer, Bernhard (2009): Lexikologie und Lexikographie. Eine Einführung am Beispiel deutscher Wörterbücher. Berlin: Erich Schmidt Verlag.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches, lehrreiches Sommersemester 2021.

https://lmu-munich.zoom.us/j/93016445944?pwd=ZlFuRno3bXBUVDZ1R0hEQzRjOVVQQT09

Meeting-ID: 930 1644 5944
Kenncode: 872177


Seminarbeschreibung:

Dieses Proseminar richtet sich an Sprachwissenschaftler*innen, die sich im Rahmen ihres Studiums mit korpusbasierter Forschung beschäftigen möchten. In diesem Seminar geht es zentral darum, Methodik, Grundlagenwissen und Handwerkszeug für spätere Untersuchungen zu erlernen und so kann diese Veranstaltung auch als Vorbereitung für spätere größere Seminar- oder Abschlussarbeiten genutzt werden.

Kerninhalte des Proseminars:

📑 Korpuslinguistische Paradigmen
📑 Korpora geschriebener und gesprochener Sprache
📑 Grundlegende Fragestellungen der korpuslinguistischen Forschung
📑 Recherche in Korpusdatenbanken
📑 Erstellung einfacher Korpora
📑 Auswertung von Korpusdaten

Literaturempfehlungen:

📔 Hirschmann, Hagen (2019): Korpuslinguistik. Eine Einführung. Berlin: J.B. Metzler.
📔 Lemnitzer, Lothar & Zinsmeister, Heike (2015): Korpuslinguistik. Eine Einführung. 3. Auflage. Tübingen: Narr.

Zweck dieser Veranstaltung ist es, eigene Forschungsvorhaben in kleiner Runde testen, vorstellen und diskutieren zu können, mit dem Resultat, konstruktive Anregungen und kritische Rückmeldungen zu erhalten: Wissenschaft ist eine kollaborative und soziale Angelegenheit, und es wäre schade, dies nicht zu nutzen.

Zielgruppe sind insbesondere Studierende, die momentan mit der Konzeption und/oder Abfassung ihrer B.A.- oder M.A.-Arbeiten beschäftigt sind, sowie Promovierende und Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter des Instituts. (Es ist keine Voraussetzung, dass Sie Ihre Arbeit bei uns anfertigen.) Die Veranstaltung ist aber grundsätzlich offen für alle Studierenden, die sich für die aktuelle Forschung am Institut interessieren, unabhängig vom Fachsemester.

Im Rahmen dieses Kurses lernen wir das Lautsystem des Deutschen näher kennen. Zum einen beschäftigen wir uns anhand empirischer Beispieldaten und praktischer Übungen damit, wie wir Sprachschall produzieren, wie er beschaffen ist und wie er mit einem spezifischen Blick auf das deutsche Varietätensystem analysiert werden kann. Zum anderen nutzen wir die Resultate dieser Analysen, um (unterstützt durch die Lektüre theoretischer Texte) die phonologische Systematik des Deutschen herzuleiten.

Ein Teil der Veranstaltung steht in der Form von asynchron nutzbarem Online-Material zur Verfügung, der andere Teil besteht aus aktiver Interaktion, Analyse und Diskussion über Zoom.


Wer in der Linguistik mit „echten“ Daten arbeiten will, sieht oft überraschend schnell: Die Daten sind zu komplex – und zu interessant –, um sie rein anekdotisch und bruchstückhaft willkürlich zu präsentieren. Wie bändigt man das Chaos und findet Strukturen in großen Datenmengen?

Ziel der Veranstaltung ist es, quantitative Methoden kennenzulernen und praktisch anwenden zu können, um

  1. Datenauswertung einfacher und effektiver gestalten und außerdem
  2. Fachliteratur, die statistische Verfahren anwendet, verstehen zu können.

Dazu kombinieren wir synchrone und asynchrone Lehre: Die grundlegenden statistischen Hintergründe klären wir per Videos und Fragerunden, die Anwendung mittels aufeinander aufbauenden Praxisübungen an authentischem Material. Dabei lernen wir auch R kennen, eine Programmiersprache, die spezifisch für statistische Auswertungen und Präsentationen entwickelt wurde.

Es wird kein Grundwissen in Statistik oder Programmieren vorausgesetzt. 


Da hilft kein Schätzen, Raten, Dichten,
man muss sich nach den Daten richten.
(H. Winkler; zitiert nach: https://www.uni-muenster.de/Physik.TP/~munsteg/schuettelreime.html)
    
Sprache ist sowohl ein biologisches als auch ein kulturelles Phänomen. Diese Vielgestaltigkeit bringt es mit sich, dass die zeitgenössische sprachwissenschaftliche Forschung von sehr unterschiedlichen Zugängen geprägt ist, und zwar sowohl in Bezug auf ihr Erkenntnisinteresse als auch die davon geleiteten Methoden. Im Seminar und der begleitenden Übung gehen wir zuerst auf die Frage ein, was überhaupt wissenschaftliche Theorien sind und nach welchen Kriterien sie bewertet werden. Daran anschließend betrachten wir anhand von Fallstudien die Theoriebildung in verschiedenen linguistischen Disziplinen und Teilgebieten. Für die erfolgreiche Teilnahme wird neben aktiver Mitarbeit in den Sitzungen die eigenverantwortliche Lektüre begleitender Texte erwartet; auch wird die selbstständige Analyse und Interpretation sprachlicher Daten Bestandteil des Seminars sein.