Die Religionswissenschaft beschäftigt sich mit den Verflechtungen von Religion und Kultur, was einen tiefgehenden Einblick in die Geschichte und die heutige Gesellschaft eröffnet. Der Einfluss von Religion auf das Leben von Individuen und Gruppen, auf die Politik, die Medien, die Kunst und die Wirtschaft lässt sich in der Tagesaktualität nicht übersehen. Ob in Kriegen oder Demonstrationen für den Frieden, in Regierungswahlen, in Genderdebatten oder Blockbusterfilmen: Religion spielt stets eine zentrale, häufig ambivalente und mehrdeutige Rolle. Religion ist also ein vielschichtiges Phänomen, das unterschiedliche Weltbilder und Praktiken umfasst. Religion ist herausfordernd und kontrovers.
Diese Einführung in die Religionswissenschaft bietet die Möglichkeit, das Phänomen «Religion» jenseits von Werturteilen als wesentlichen Bestandteil von Kulturen kennenzulernen. Dafür werden zentrale Themen, Ansätze und Theorien, mit denen Religion in ihrer Vielfalt und Komplexität wissenschaftlich untersucht wird, vorgestellt und kritisch reflektiert. Die Veranstaltung bietet eine faszinierende Reise in eine Disziplin, in der es sehr viel zu entdecken gibt.
- Docente: Matthias Pöhlmann
Dieser Kurs ist als Begleitveranstaltung zur Vorlesung „Was ist Religion? Einführung in die Religionswissenschaft“ konzipiert. Einerseits vermittelt das Seminar wesentliche Grundkenntnisse religionswissenschaftlichen Arbeitens, die für die Vorlesung relevant sind. Dazu gehören die Recherche und Auswahl von Literatur, der angemessene Umgang mit KI sowie die Planung und der Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten. Andererseits dient das Seminar der Besprechung und gemeinsamen Aufbereitung der für die Vorlesung relevanten Texte.
- Docente: Luise Merkert
Was ist Religion? Gehören Götter, Rituale oder Gemeinschaften notwendig dazu? Und warum fällt es so schwer, den Begriff der Religion wissenschaftlich eindeutig zu bestimmen?
Das interdisziplinäre Proseminar geht verschiedenen religionswissenschaftlichen und theologischen Religionsdefinitionen nach und untersucht ihre jeweiligen Voraussetzungen, Erkenntnisinteressen und Konsequenzen. Anhand einschlägiger Literatur aus beiden Disziplinen werden wir unterschiedliche Zugänge zum Phänomen Religion kennenlernen, vergleichen und kritisch diskutieren. Das Seminar bietet damit zugleich eine Einführung in zentrale Fragestellungen der Religionswissenschaft und der Systematischen Theologie.
- Docente: Mario Berkefeld
- Docente: Mario Berkefeld
- Docente: Anna Hepting
Die griechisch-römische Antike hat einen nachhaltigen Einfluss auf das kulturelle Selbstverständnis Europas. Wir begeben uns in diesem Seminar auf eine Reise der Rezeption der Antike von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart und erforschen deren Spuren in der Kunst, der Architektur und in populären Medien: Wir untersuchen frühneuzeitliche Kupferstiche, die Merkur als Jesus inszenieren und Minerva als den Mond, reflektieren Körperbilder, die Inszenierung der Antike in Spielen wie Akropolis und Concordia und analysieren das Bild des Römischen Reichs in Historienfilmen wie GLADIATOR (Ridley Scott, UK/US 2000).
Das Seminar umfasst zudem eine theoretisch-methodische Einführung in die Rekonstruktion von Geschichte und einen Besuch der Staatlichen Antikensammlung/Glyptothek.

- Docente: Verena Eberhardt
Jüdische Traditionen spielen in der europäischen Religionsgeschichte eine zentrale Rolle. In diesem Seminar werden wir einerseits theoretische Grundkonzepte kennenlernen und reflektieren, die für das Verstehen religiöser Identität und religiösen Austauschs hilfreich sind. Andererseits werden anhand von Quellen und Beispielen aus der Populärkultur wichtige Zusammenhänge jüdischer Geschichte in Europa erarbeitet.

- Docente: Verena Eberhardt
Lehrforschung
Die Lehrforschung bietet die Gelegenheit, sich vertieft mit wissenschaftlichen Methoden auseinanderzusetzen und diese in einem eigenen Forschungsprojekt anzuwenden. Arbeitsschritte in der wissenschaftlichen Projektentwicklung sowie eine Reflexion von Theorie und Methoden werden im Rahmen des Begleitkolloquiums im Umfang von 1 SWS vermittelt. Ihr Projektthema sollen Sie selbständig erarbeiten. Inhaltlich sind keine Grenzen gesetzt; gerne dürfen die erworbenen Fremdsprachenkenntnisse eingesetzt werden. Römische Kaiserkrönungen, altäthiopische Chroniken und buddhistische Sutren im historischen Kontext können genauso Thema sein wie Feldforschungen bei neuen religiösen Bewegungen, die Analyse politischer Reden oder die Rekonstruktion von musealen Objektbiographien.
Praktikum
Das Praxismodul bietet die Gelegenheit, frühzeitig Erfahrungen in einem möglichen Berufsfeld oder Arbeitsbereich zu sammeln und so die eigenen Fähigkeiten und Erwartungen außerhalb der Universität zu testen.
Praktikumsdauer
Das Praktikum beträgt bei einer regulären 5-Tage-Woche in der Regel mindestens 6 Wochen. Sie können das Praktikum wahlweise bereits während der vorlesungsfreien Zeit oder während des Semesters am Stück absolvieren oder auch die ca. 30 Praktikumstage auf z.B. 10 Wochen mit je 3 Tagen verteilen, sofern das sinnvoll erscheint. Zum Nachweis der Dauer lassen Sie sich bitte eine formlose Praktikumsbescheinigung ausstellen.
Begleitkolloquium
Begleitet wird das Praktikum von einem Begleitkolloquium mit 0,5 SWS. Das Begleitkolloquium findet während der Vorlesungszeit statt, unabhängig davon, ob Sie Ihr Praktikum möglicherweise schon vorher in den Ferien abgeschlossen haben oder erst später durchführen wollen.

- Docente: Verena Eberhardt