Geschichte wird nicht nur in Büchern behandelt, sondern mittlerweile auch in Bild- und Videoformaten, die mit KI-Unterstützung erstellt wurden. Ein überwiegender Teil dieser Formate findet sich an verschiedenen Orten in den Sozialen Medien (nicht zuletzt TikTok). Aber auch außerhalb des Internets spielen KI generierte Stand- und Bewegtbilder eine Rolle (u.a. Deepfake Diaries von Terra X oder das Projekt „Versäumte Bilder“ von Gesine Born). Die fachliche Qualität ist bei dieser Bandbreite sehr unterschiedlich – von Holocaust-AI Slops bis zu fachwissenschaftlich unterfütterten Formaten ist alles dabei. Ausgehend von solchen Geschichtsproduktionen soll exemplarisch gefragt werden, wie man diese a) angemessen analysieren und b) auch selbst produzieren kann. Welche Unterschiede bestehen zu klassischeren Bild- und Videoformaten? Fragen betreffen dabei u.a., welche Rolle z.B. das Storytelling für die Verbreitung von Geschichte im Bild-/Videoformat spielt und wie die Dimensionen Performativität und Authentizität ausgehend von den Theorienangeboten der Public History zu analysieren sind. Eine Frage wird sein, welche Veränderungen die Einsatzmöglichkeiten von KI bei Geschichtsformaten zum Sehen zur Folge haben. Experimente mit KI-Anwendungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung.