Die Vorlesung gibt einen Überblick über Geschichte und Gegenwart Palästinas (ab 1948: Israels, der Westbank und des Gazastreifens). Behandelt werden u.a. die Konstruktion Palästinas als (christliches) Heiliges Land im 4. Jahrhundert, der Wiederaufbau des jüdischen Tempels mit Felsendom und Aqṣā-Moschee als regionales muslimisches Heiligtum durch die Umayyaden, die Gesellschaft der Kreuzfahrerstaaten und der sunnitische Ǧihād mit dem (neuen) Ziel Jerusalem, die Funktion Syrien-Palästinas im Rahmen der mamlukischen Königreiche (mamālik) und des Osmanischen Reiches, Palästina als zentrales Element des europäischen Orientalismus, die Einwanderung christlicher und jüdischer Zionistinnen und Zionisten und der Aufbau idealer Parallelgesellschaften, die politische Dreiteilung des Landes nach 1948 und schließlich die aktuelle Situation.

Die einzelnen Vorlesungen werden mit Impulsreferaten palästinensischer, israelischer und westlicher Forscherinnen und Forscher eingeführt und haben je einen längeren Vorlesungsteil und einen kürzeren Vertiefungsteil mit Diskussion in Kleingruppen. Die Kenntnis orientalischer Sprachen wird nicht vorausgesetzt.