Die sogenannten „Zehn Gebote“ bzw. der Dekalog gehören – vor allen Dingen in den durch die christlichen Katechismen (etwa die Martin Luthers) universalisierten und zugespitzten Versionen – seit Jahrhunderten zu den unentbehrlichen Wissensstoffen für die ethisch-religiös reflektierte Lebensführung. In der Vorlesung sollen die beiden alttestamentlichen Fassungen des Dekalogs in Ex 20 und Dtn 5 sowohl in ihren literaturhistorischen als auch religions- und rechtsgeschichtlichen Problemhorizonten analysiert werden. Zu diesem Zwecke führt die Vorlesung zugleich in die Einleitungsprobleme der Tora/ des Pentateuch sowie in die Grundzüge der Geschichte Israels ein.