Migration ist eines DER Themen im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs. Migration wird dabei vor allem als zu begrenzendes Problem dargestellt, zudem wird vor allem über Migrant:innen gesprochen. Menschen, die selbst Migrationserfahrungen haben, finden in den dominanten Diskursen hingegen kaum Gehör. Dementsprechend wollen wir in diesem Kurs einen Perspektivenwechsel einnehmen: Indem wir in die moderne arabische Literatur eintauchen, wollen wir erfahren, wie die betroffenen Menschen selbst über ihre Migrationserfahrungen denken und erzählen. Dabei werden wir über verschiedene Herkunfts- (u.a. Sudan, Libanon, Algerien) sowie Zielregionen (z.B. USA, Europa, Golfstaaten) sprechen und die unterschiedlichen Mobilitätsformen diskutieren. Dadurch wollen wir einen Eindruck von der - in medialen und politischer Diskursen leider oft ignorierten - Vielfalt von Migration gewinnen. Darüber hinaus wollen wir darüber nachdenken, warum und wie auf die unterschiedlichsten literarischen Mittel zurückgegriffen wird, um über Migrationserfahrungen zu erzählen. Der Fokus liegt auf arabischsprachiger Literatur aus den vergangenen ca. 50 Jahren.

- Trainer/in: Simon Weiser