Bayern ist nicht gerade als Land der Zechen und Fördertürme bekannt, und doch spielte ins­be­son­dere der Kohlebergbau für die bayerische Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahr­hun­derts keine unbedeutende Rolle. Bis 1971 wurde in Oberbayern Pechkohle, bis 1982 in der Ober­pfalz Braunkohle gefördert. Um die Schachtanlagen und Tagebaue entstanden montan­in­dus­­triell geprägte Inseln, die sich mit Blick auf Sozialstruktur und politische Kultur stark von dem agrarischen Umland unterschieden, in das sie eingebettet waren. Die Erinnerung an diese Episode bayerischer Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte ist heute nur noch vor Ort le­bendig, und auch die historische Forschung hat sich – trotz einer ungewöhnlich guten Quel­len­lage – nur in Ausschnitten damit befasst. Ziel des Seminars ist es, an ausgewählten Beispielen die Geschichte einer versunkenen industriellen Welt zu untersuchen. Ein gemeinsamer Besuch im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und eine Exkursion sind geplant.

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Prüfungsformen im BA und LA (Studienbeginn bis SOSE 2020): RE + HA + MP

Prüfungsformen im BA und LA (Studienbeginn ab WISE 2020/21): RE + HA