Im Laufe des 20 Jahrhunderts waren die Geschichten Deutschlands und Frankreichs eng verbunden. Vom deutsch-französischen Krieg 1870/71, der einerseits zur Gründung der französischen Dritten Republik und andererseits zur Ausrufung des deutschen Kaiserreichs geführt hat, bis hin zur Etablierung des deutsch-französischen Motors oder Tandems der Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusste die Dynamik dieser bilateralen Beziehungen die Geschichte beider Länder und Westeuropas.
Wie entwickelten sich die verfeindeten Staaten zu einem versöhnten „Paar“, wie die Beziehung in Frankreich genannt wird? Inwiefern konnten politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland Frankreich beeinflussen und prägen, und umgekehrt? Was ist der Mehrwert daran, die deutsche Geschichte aus einer externen, internationalen Perspektive zu studieren?
Dieser Basiskurs untersucht die deutsch-französischen Beziehungen im langen 20. Jahrhundert und folgt dabei in erster Linie den Ansätzen der Geschichte der internationalen Beziehungen und der politischen Geschichte. Um einen möglichst umfassenden und vielfältigen Überblick über diese Beziehung zu gewinnen, werden aber auch andere Perspektiven vorgestellt, z.B. aus der Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte oder der transnationalen Geschichte.
Französische Vorkenntnisse sind natürlich willkommen, aber keine Voraussetzung für den Besuch des Kurses sowie für die Teilnahme und das Bestehen des Kurses.
- Учитель: Juliette Gille-Vignale
- Учитель: Jan Hofmann
- Учитель: Manuel Mork