
Japan gilt seit langem als die älteste Gesellschaft der Welt und ist damit unweigerlich Vorreiter im Umgang mit den Folgen der demografischen Alterung. Dieser Prozess wird häufig mit Begriffen wie „Superalterung“ oder „Überalterung“ beschrieben, die negativ konnotiert sind. Japan zeigt jedoch auch, dass Alterung schlicht als eine Form des Wandels verstanden werden kann - einer von vielen, die das Land seit 1945 durchlaufen hat. Die konkreten Auswirkungen des demografischen Wandels lassen sich nicht einheitlich als negativ charakterisieren; sie variieren je nach eingenommener Perspektive erheblich. Dieses Seminar zielt darauf ab, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Gesellschaft, Bevölkerung, Wirtschaft und Politik systematisch zu erfassen. Die Teilnehmenden lernen, Forschungsfragen zur Bedeutung des demografischen Wandels im Bereich der sozialwissenschaftlichen Japanforschung zu entwickeln und umzusetzen. Dabei greifen wir auf einschlägige japanische und internationale Daten und Forschungsarbeiten zurück.
- المعلم: Steffen Heinrich