Generative KI wird zunehmend genutzt, um Gesundheitsfragen zu beantworten: von Symptomen über Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu sensiblen Themen wie sexueller Gesundheit oder psychischer Belastung. Doch erhalten alle Nutzenden auf vergleichbare Gesundheitsanfragen auch vergleichbar gute Antworten? Oder reproduzieren KI-Systeme bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten, etwa entlang von Geschlecht, Herkunft, Alter oder sozialem Status? In diesem Forschungsseminar untersuchen wir, ob und wie generative KI-Systeme in Gesundheitsantworten Ungleichheiten reproduzieren - und damit potenziell zu Health Inequities (Gesundheitsungerechtigkeiten) beitragen. Methodisch arbeiten wir mit AI Audits: KI-Systeme werden dabei systematisch mit kontrollierten Prompts getestet, um mögliche Muster und Verzerrungen in ihren Antworten sichtbar zu machen. Zu Beginn erarbeiten wir gemeinsam theoretische Grundlagen zu Health Equity & Gesundheitsinformationsverhalten, Bias und Large Language Models. Anschließend lernen wir die Methode des AI Audits kennen und probieren diese in einer Demo aus. Darauf aufbauend entwickeln die Studierenden in Gruppen eigene Forschungsfragen, erheben KI-generierte Gesundheitsantworten und analysieren, ob sich darin Unterschiede etwa in Verständlichkeit, Empathie, Dringlichkeit, oder Handlungsempfehlungen zeigen. Ziel des Seminars ist es, besser zu verstehen, wann generative KI Gesundheitskommunikation unterstützen kann und wo sie bestehende Ungleichheiten möglicherweise sogar fortschreibt.
- Викладач: Reinhardt Anne
Wie lassen sich aktuelle gesellschaftliche Debatten wie Desinformation, Klimawandel oder KI-Entwicklung aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive einordnen? Und was verraten uns zentrale Theorien über den Wandel von Öffentlichkeit, Mediennutzung oder Journalismus? Im Seminar P 1.1 nähern wir uns diesen Fragen über einen breit angelegten Lektürekurs: Jede Woche steht ein wissenschaftlicher Beitrag im Zentrum - mal eine klassische Theoriearbeit, mal eine aktuelle empirische Studie. Gemeinsam rekonstruieren wir Argumentationslinien, diskutieren theoretische Grundlagen und methodische Zugänge und überlegen, welche Implikationen die jeweiligen Studienergebnisse für das Feld und die Gesellschaft haben können. Dabei setzen wir uns sowohl mit etablierten Bereichen wie politischer Kommunikation, Nutzungs- oder Wirkungsforschung auseinander als auch mit neueren Perspektiven aus Gesundheits- oder Klimakommunikation, kritischen Ansätzen (z. B. Feminismustheorie) oder Computational Methods. Ziel ist es, zentrale theoretische und methodische Zugänge der Kommunikationswissenschaft kennenzulernen sowie sie aktiv zu diskutieren, kritisch einzuordnen und weiterzudenken.
- Викладач: Reinhardt Anne
This seminar focuses on professional communication in online, print, and broadcast media. Students learn about different journalistic formats and styles and apply their knowledge by producing their own journalistic texts. Field trips to media organisations in Munich and conversations with media professionals provide insights into professional journalism, media production, and Munich’s media landscape. Throughout the semester, students jointly contribute to a course weblog. The weblog is planned, edited, and written by the participants and brings together the journalistic work produced during the course.
- Викладач: Kühn Jessica

In diesem Forschungsprojekt beschäftigen wir uns mit dem „Erfolg“ von Verschwörungstheorien auf Sozialen Medien. Mithilfe der aktuellen Literatur zum Unterhaltungserleben und zu Verschwörungsmentalität und Verschwörungstheorien schaffen wir eine theoretische Grundlage, um dann in einem empirischen Projekt (oder mehreren Kleingruppen-Projekten) eigene kleine Forschungsfragen zu beantworten.
gehört zu BA KW 2015 - P9 / P5 & BA KW 2025 - P8 & P5
- Викладач: Rieger Diana
- Викладач: Parschan Patrick
Vom leeren Blatt zum Prototyp: Entwicklung eines Online-Formats für ältere Erwachsene (WiSe 2026/27)

Immer mehr ältere Erwachsene nutzen digitale Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube – nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für Informationen und Nachrichten. Doch obwohl sich ihre Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten vielfach von jüngeren Erwachsenen unterscheiden, gibt es kaum spezifische Angebote für die Nutzergruppe 60+. In diesem Seminar wollen wir das ändern: Wir entwickeln ein Online-Format für ältere Erwachsene. Dafür nutzen wir einen Designsprint, der mit einem ersten Brainstorming beginnt und mit der Produktion von Prototypen endet.
- Викладач: Anter Luise
- Викладач: Parschan Patrick
Viele Medienwirkungen entfalten sich nicht nach einmaligem Kontakt, sondern erst über wiederholte Exposition – etwa wenn sich parasoziale Beziehungen zu Medienfiguren allmählich aufbauen oder kumulative Effekte erst über die Zeit sichtbar werden. Klassische Single-Exposure-Experimente stoßen hier methodisch an ihre Grenzen. Das Seminar führt in experimentelle Längsschnittdesigns ein. Anhand von Beispielstudien aus der Medienwirkungsforschung setzen wir uns mit verschiedenen Varianten und Begrifflichkeiten auseinander (z. B. Prolonged- und Multiple-Exposure-Designs). Im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts konzipieren die Studierenden anschließend ein eigenes Längsschnittexperiment, erheben die Daten und werten diese aus. Begleitend werden forschungspraktische Aspekte behandelt, die bei experimentellen Längsschnittdesigns besonders relevant sind: Präregistrierung und Umgang mit Dropout/Panelmortalität, forschungsethische Fragen wiederholter Stimuluskonfrontation sowie Open-Science-Praktiken.
- Викладач: Fink-Stehr Paula

Medienhäuser wollen wissen, wie ihre Nutzerschaft tickt. Denn in pluralen und kompetitiven Medienumgebungen ist es kein Selbstverständnis, dass ein Text gelesen, eine Sendung geschaut oder ein Podcast gehört wird. Doch wie genau lernen Medienhäuser ihre Nutzerschaft kennen? In diesem Seminar setzen wir uns theoretisch und praktisch mit Nutzerforschung im Journalismus auseinander. Wir lernen verschiedene Ansätze und Methoden kennen, mit denen Medienhäuser die Interessen und Bedürfnisse ihrer Nutzerschaft erforschen. Auf dieser Basis probieren die Studierenden diese Ansätze in kleinen Projektgruppen selbst aus. So lernen sie essentielle Arbeitstechniken aus professionellen journalistischen Kontexten kennen, erproben diese praktisch und setzen sich kritisch mit diesen auseinander.
- Викладач: Anter Luise

Während das lineare Fernsehen in Deutschland gesamtgesellschaftlich noch immer eine zentrale Quelle für Nachrichten darstellt, informiert sich die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen vorrangig über Online-Quellen zu aktuellen Geschehnissen (Hölig et al., 2026). Soziale Medien sind für sie seit einigen Jahren die reichweitenstärkste digitale Nachrichtenquelle; neben Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok spielen auch Messaging-Dienste wie WhatsApp eine Rolle. Die Nutzung von Nachrichten und tagesaktuellen Informationen über diese Kanäle unterscheidet sich jedoch in vielerlei Hinsicht von der „klassischen“ Nachrichtennutzung: Wenngleich professionelle Anbieter (bzw. deren Inhalte) noch immer relevant sind, gibt es neue ‚Gatekeeper‘ – seien es Freund*innen, Newsfluencer*innen oder Algorithmen – sowie eine Verschiebung von Inhalten und Darstellungsformen, etwa hin zu kurzen Bewegtbildformaten.
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns zunächst theoretisch mit der Informations- und Nachrichtennutzung junger Erwachsener auseinandersetzen, um darauf aufbauend eine empirische Studie zu entwickeln, die aktuelle Fragestellungen in diesem Bereich adressiert. Der Schwerpunkt wird dabei auf Spielarten der qualitativen Befragung liegen, ggf. in Kombination mit Beobachtungen des Nutzungsverhaltens.
- Викладач: Kümpel-Unkel Anna Sophie
Das Masterprojekt befasst sich mit der empirischen Untersuchung digitaler Kommunikation zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten (z.B., Eltern-Kind-Beziehungen, Paarbeziehungen, Freundschaftsbeziehungen). Der Fokus liegt dabei auf der Erhebung und Analyse dyadischer Daten zur Erforschung interpersoneller Kommunikationsmuster und -dynamiken. Dabei sind sowohl qualitative als auch quantitative Forschungszugänge möglich.
- Викладач: Wendt Ruth
Das Seminar widmet sich der Ausgestaltung, den Ursachen und den Folgen von Informationsrepertoires. Der Begriff des Repertoires hat sich in der Kommunikationswissenschaft als Alternative zur Betrachtung einzelner Mediennutzung etabliert: Statt isolierte Nutzungsakte oder einzelne Quellen zu betrachten, richtet der Repertoire-Ansatz den Blick auf die individuelle Kombination und das Zusammenspiel unterschiedlicher Informationsquellen, -kanäle und Intermediäre, die Menschen über die Zeit hinweg regelmäßig nutzen. Im Zentrum steht die Frage, welche Faktoren die Zusammenstellung solcher Repertoires begünstigen und welche Konsequenzen sich daraus – etwa für Wissen, Einstellungen oder politische Polarisierung – ergeben. Methodisch verfolgen wir einen Mixed-Methods-Zugang: Sowohl qualitative als auch quantitative Verfahren sind möglich, wobei der Schwerpunkt auf Befragungen liegt. Ein besonderes Augenmerk gilt fortgeschrittenen Analyseverfahren wie Clusteranalysen, Latent-Profile-Analysen (LPA) sowie Mediations- und Moderationsanalysen, mit denen sich Repertoiretypen identifizieren und komplexere Wirkungszusammenhänge modellieren lassen. Im Rahmen des Seminars werden die notwendigen methodischen und statistischen Grundlagen vermittelt und im Zuge eines eigenen Forschungsprojekts praktisch angewendet.
- Викладач: Zieringer Lisa