Anm.: Der Schlüssel zum Kurs geht Ihnen rechtzeitig vor Semesterbeginn per LSF zu (oder ggf. nach Anfrage per Mail). 

Die Lehrveranstaltung wendet sich im Rahmen der Digital Humanities an Studierende, die eine ausführliche und grundlegende Einführung in Funktion und Nutzungsszenarien einer elektronischen Literatur- und Wissensverwaltung suchen. Mit dem mittlerweile vielerorts wohletablierten Programm Zotero, das nicht nur frei und quelloffen, sondern auch für alle gängigen Betriebssysteme (Linux, Mac, Windows) verfügbar ist, lassen sich praktisch alle Begleitaufgaben abdecken, die beim literaturwissenschaftlichen Forschen und Schreiben eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Dies reicht vom Sammeln und Verzeichnen recherchierter Literatur je nach anzutreffendem Literaturtyp (Buch, Aufsatz, Hochschulschrift, Webseite, usw.) über das Organisieren des Materials mittels Schlagwörtern, Notizen und Verlinkungen bis zum stilgerechten Zitieren und Erstellen von Bibliografien während des eigentlichen Schreibprozesses in einer Textverarbeitung. Hinzu kommt, dass das Programm über eine Vielzahl von Such- und Erschließungsprozeduren verfügt, über die die gesammelten Materialien zugänglich gemacht werden können. Nicht zuletzt ist Zotero auch stärker als verwandte lokal installierbare Programme auf die Möglichkeiten des Internets hin entwickelt, was zusätzliche Optionen ergibt.

Damit unsere Veranstaltung aber nicht als reine Trockenübung abläuft, werden wir uns bei der Erkundung der Möglichkeiten des Programms mit einer konkreten literaturwissenschaftlichen Forschungsperspektive beschäftigen: nämlich mit den sich durchaus ergänzenden Versuchen, Literatur als Institution (im Gefolge der Kritischen Theorie z.B. bei Peter Bürger, aber auch in Anknüpfung an die Althusser-Schule) bzw. als Feld (im Anschluss an Pierre Bourdieu) zu begreifen. Als literaturhistorische Anknüpfungspunkte werden im Hintergrund zudem der Berliner Dadaismus und der experimentell-kunstsoziologische Ansatz Bertolt Brechts (v.a. im Dreigroschenprozeß) eine akzentuierende Rolle spielen. Die Veranstaltung soll damit zugleich einen Einblick in grundlegende Fragestellungen der Literaturtheorie und Literatursoziologie vermitteln. Letztlich wird es insgesamt darum gehen, anhand der gewählten Thematik einen Bogen zu spannen von einer umfassenden Literaturrecherche und einer praxisgerechten Aufnahme dieser Literatur in der Literaturverwaltung zur Verarbeitung des Gesammelten an der Schwelle zu einem regelrechten Literaturbericht.

Allgemeine Schlagwörter: Digital Humanities, Literatur- und Wissensverwaltung, Literaturrecherche, Metadaten, Bibliografieren, Zitierstile, Literaturbericht, Literatursoziologie, Literaturtheorie

Einzelaktivität: Forum

Testkurs im "sozialen Format"

nur zum Testen

Der Digitale Führerschein für Philolog_innen soll den Studierenden der beteiligten Fachbereiche das unabdingbare IT-Wissen für die Recherche, Verarbeitung und Präsentation wissenschaftlicher Inhalte (auch mit Blick auf die eigene berufliche Laufbahn) vermitteln. Das Lehrangebot besteht aus zwei in sich geschlossenen Kursen, von denen der eine dem Komplex der elektronischen Edition und der Webpublikation, der andere Fragen der Internetrecherche und des wissenschaftlichen Arbeitens (insbesondere mit Blick auf die fachgerechte Nutzung von Literaturverwaltungssoftware) gewidmet ist.

Beide Kurse können unabhängig voneinander besucht werden.

Die Lehrveranstaltung wendet sich im Rahmen der Digital Humanities an Studierende, die eine Einführung in standardkonforme Techniken der (Re-)Präsentation literarischer Texte im Web suchen. Es soll dabei in Teil 1 der kleinen Veranstaltungsreihe in erster Linie um den Aufbau eines Seitenangebots gehen, durch das sich die verschiedenen Aspekte und Bereiche einer digitalen Webedition abdecken lassen. Wir werden uns demzufolge zunächst mit den Basisbestandteilen einer Webseite, nämlich den gängigen Websprachen HTML5 und CSS, beschäftigen und auf dieser Grundlage ein Gerüst von miteinander verknüpften Seiten für die Präsentation und Erschließung der in Frage kommenden Texte erstellen, sodass uns am Ende ein in verschiedene Unterbereiche gegliedertes werk- und autorenspezifisches Webportal zur Verfügung steht, in das die zu edierenden Texte (hier: aus dem umfangreichen und hochbedeutenden Nachlass des zuletzt wieder sehr in den Vordergrund gerückten Carl Einstein) integriert werden können. In Teil 2 der Veranstaltungsreihe, der im Sommersemester 2021 (möglicherweise auch erst im Wintersemester 2021/22) folgen soll, geht es dann speziell um die editorische Bearbeitung der Texte selbst, die in unserem Portal in einer mehrspaltigen Anordnung aus Faksimile, transkribiertem Text (in TEI/XML) und Annotationen zur Darstellung kommen werden. Als Editor – sowohl für unsere »normalen« Webseiten, wie auch für die reflexiven und literarischen Texte – wird die plattformunabhängige (und freie!) mächtige Entwicklungsumgebung Apache NetBeans (mit verschiedenen Plugins) zum Einsatz kommen.

Die Veranstaltungen der kleinen Reihe können unabhängig voneinander besucht werden.

Allgemeine Schlagwörter: Digital Humanities, Websprachen, Webedition, Autorenportal, Bild-/Textansicht, HTML5, CSS, XML/TEI