- Enseignant: Rabea Conrad
- Enseignant: Kay Wolfinger
- Enseignant: Carlos Spoerhase
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Helene Kraus
- Enseignant: Anna Lewen
- Enseignant: Jørgen Sneis
- Enseignant: Carlos Spoerhase
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Tilman Venzl
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
Das Element des Wassers ist, auf seine Weise, für uns ungreifbar in seiner Substanz, ob als Flüssigkeit, die zwischen den Fingern verrinnt, oder angesichts der Unermesslichkeit der Ozeane, die wir empfinden; nicht zu Unrecht, wenn man bedenkt, dass die Meere in weiten Teilen gänzlich unerforscht sind. Gewiss hat auch diese Eigenschaft dazu beigetragen, wie vielfältig und ausdrucksstark ‚das Wasser‘ literarisch gestaltet worden ist. Wunschträume, Urängste, existenzielle Gefahren – ihrem Ursprung begegnen wir seit jeher in Gestalt – oder in (mythischen) Gestalten – des Wassers. In der jüngsten Geschichte sind die damit assoziierten Gefahren umso konkreter präsent, da der Klimawandel nicht nur Dürren, sondern auch das Abschmelzen der Gletscher, Überschwemmungen und den Anstieg des Meeresspiegels zufolge hat.
Im Seminar wollen wir einen Bogen vom 19. Jahrhundert zur Gegenwart spannen: angefangen mit Heinrich von Kleists Aufsatz „Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft“, über Heinrich Heines Gedichtzyklen Die Nordsee und Theodor Storms Novelle Der Schimmelreiter, bis hin zu Texten der Gegenwart, wie John von Düffels „Kleine Philosophie der Passionen“ Schwimmen, Matthias Polityckis Kreuzfahrt-Roman In 180 Tagen um die Welt und Josef Haslingers „Bericht“ Phi Phi Island, der auf die Tsunamikatastrophe des Jahres 2004 zurückblickt.

- Enseignant: Margit Dirscherl

- Enseignant: Rabea Conrad
- Enseignant: Leon Frei
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Alina Tempelhoff
- Enseignant: Leon Frei
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Alina Tempelhoff
- Enseignant: Leon Frei
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Alina Tempelhoff
Die Vorlesung wird um einen Moodle-Kurs ergänzt, der u.a. möglich macht, die Filmabende gemeinsam zu reflektieren, indem ein gemeinsamer Text entsteht.
- Enseignant: Maud Meyzaud
- Enseignant: Rebecca Thoss
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
- Enseignant: Raphael Krause
- Enseignant: Julian Schröter
- Enseignant: Julian Schröter
- Enseignant: Pauline Solvi
- Enseignant: Pauline Solvi
- Enseignant: Kay Wolfinger
Die Frage: „Wer blickt ‚zurück‘?“ ist dabei auch ein Appell und eine Einladung an Sie, die Studierenden dieses Faches: Wer macht mit bei diesem kritischen ‚Rereading‘? Bei dieser Frage geht es immer auch um das Problem der politischen Relevanz und Engagiertheit literaturwissenschaftlicher Arbeitsweisen, das gerade im Kontext postkolonialer Lektüren brisant wird, die von vorneherein die Idee einer objektiven und neutralen Literaturwissenschaft als eurozentrisch zurückweisen und uns in die Pflicht nehmen, einen kritische Haltung einzuüben. Zugleich ist ein „Blick zurück“ auch ein – nicht immer kalkulierter – Effekt der kanonisierten Werke, mit denen wir uns beschäftigen wollen: Selbst in den exotisierendsten, rassistischsten Texten sind die kolonialen Subjekte nicht nur als erzählte ‚Objekte‘ anwesend, sondern verweisen schon immer auf die Möglichkeit, diesen voyeuristischen Blick standzuhalten, ihn zu erwidern oder subversiv umzukehren. Die Frage, die wir uns immer wieder stellen ist: Wer blickt wen an? Wer ist Subjekt, wer Objekt der Erzählung? Der Fokus auf Brüche und Erosionen der eurozentrischen Perspektive soll uns dabei jedoch zugleich für andere Vereinnahmungen nicht blind machen: Wenn der „Blick zurück“ der kolonialisierten Subjekte auf die ‚eigene‘ Kultur und Gesellschaft der Kolonist:innen wiederum nur dazu dient, ein Spiegel dieses Eigenen zu sein, wird das ‚Andere‘ wiederum kolonialistisch vereinnahmt. Zuletzt ist der „Blick zurück“ auch ein zeitlicher: Bis weit ins 20. Jahrhundert, zum Teil sogar bis heute, setzen literarische Texte einen räumlichen Blick in die ‚Ferne‘, d.h. auf die (ehemaligen) Kolonien mit einem Blick in die eigene, nicht-‚zivilisierte‘ Vergangenheit gleich. Auch diesen Blick gilt es, zu hinterfragen, kritisieren und eventuell sogar umzukehren, und so Geschichte(n) ‚anders‘ zu lesen und zu erzählen. Der Schwerpunkt der Lektüre bilden – nach einem Einstieg mit postkolonialen Theorien – kanonische Texte insbesondere deutschsprachiger Literatur seit der Aufklärung (hin und wieder werden wir aber auch den engen nationalphilologischen Schwerpunkt etwas verlassen). Wir werden uns Texte unterschiedlicher Gattungen und Genres ansehen, also bspw. auch expressionistische Lyrik, ‚triviale‘ Abenteuerliteratur (bspw. Karl May) oder Klassiker der Kinderbuchliteratur ins Auge fassen. Ziel des Seminars ist es, einen vielseitigen Einblick in die Grundlagen, Ziele und Chancen postkolonialer Literaturwissenschaft zu geben. |
- Enseignant: Rabea Conrad
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
Das Kolloquium richtet sich an jene, die sich auf das Staatsexamen für ein Lehramt an öffentlichen Schulen vorbereiten wollen. Wir widmen uns Woche für Woche jeweils einem Abschnitt der Literaturgeschichte anhand von kanonischen Texten, und besprechen im Zuge dessen Grundlagen der Dramenanalyse. Außerdem werden wir gemeinsam mögliche Antworten auf Fragen erarbeiten, die in der Vergangenheit gestellt wurden oder potentiell gestellt werden könnten.

- Enseignant: Margit Dirscherl
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Helene Kraus
- Enseignant: Carlos Spoerhase
- Enseignant: Raphael Krause
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Tilman Venzl
- Enseignant: Helene Kraus
- Enseignant: Sarah Nienhaus
- Enseignant: Max Richter
- Enseignant: Jørgen Sneis
- Enseignant: Carlos Spoerhase
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Tilman Venzl
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
- Enseignant: Julian Schröter
- Enseignant: Julian Schröter

- Enseignant: Susanne Webersberger
- Enseignant: Elena Wieland
Fortgeschrittenenseminar NdL, SoSe 2023
Montag, 10–12 Uhr c. t.
Schellingstr. 3 Rgb., Raum 203
Dr. Margit Dirscherl
Sprechstunden nach Vereinbarung
margit.dirscherl@germanistik.uni-muenchen.de
Ein Buch lässt sich über Grenzen schmuggeln, kann heimlich gelesen und weitergegeben werden – eine Theaterbühne hingegen ist kaum zu verbergen, und an einem anderen Ort auch nicht mehr dieselbe. Unter all jenen Schriftstellern und Künstlern, die vom Nationalsozialismus ins Exil vertrieben wurden, hatten es insbesondere jene schwer, deren Arbeit an die Theaterbühnen geknüpft war. Die Trennung von ihrem natürlichen Publikum bedrohte ihr Schaffen und ihre wirtschaftliche Existenz. Dennoch fand sich da und dort ein meist überschaubares Publikum. Es entstanden rund 700 Dramen im Exil; etwa 800 Inszenierungen sind überliefert. Da etablierte Theater die Vertriebenen selten engagierten, organisierte man sich oft selbst. Auf diese Weise kam es zur Gründung der „Pfeffermühle“ in der Schweiz und des österreichischen „Laterndl“ in London.Im Seminar wollen wir auf die vielfältige und wechselhafte Geschichte des Exiltheaters von 1933 bis 1945 zurückblicken. Gegenstand unserer Lektüre sind u. a. kanonisierte Dramen wie Bertolt Brechts Furcht und Elend des Dritten Reiches und Franz Werfels Komödie Jacobowsky und der Oberst, aber auch weniger bekannte Texte. Ferner wollen wir Dokumente betrachten, die einen Einblick in institutionelle und strukturelle Bedingungen gewähren und es uns erlauben, eine literatursoziologische Perspektive einzunehmen. Vereinzelt wollen wir auch jenen Aufmerksamkeit schenken, die in benachbarten Branchen Fuß fassten, z. B. im (propagandistisch genutzten) Rundfunk, wo sie – eine Ironie der Geschichte – ein größeres Publikum erreichten, als sie es im Theater je hätten haben können.
- Enseignant: Margit Dirscherl
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
Begleitend zum trauma-plot-Seminar wollen wir uns der Vorgeschichte des
Traumas und seiner Theoretisierung – etwa als „Schreckneurose“, als
„Eisenbahnkrankheit“ (railway spine) oder als „Kriegszittern“ (shell
shock) – und seiner engen Verschränkung mit medialen Revolutionen
widmen. Insbesondere das KZ Syndrom oder das Post Vietnam Syndrome (PVS)
haben zu einer Intensivierung nicht nur der medizinischen Forschung
beigetragen, sondern auch zu einer Revision der prekären Frage einer
Medienästhetik traumatischer Ereignisse. Es ist kein Zufall, dass
einflussreiche kulturtheoretische und narratologische Theorien im Umfeld
der Debatten um die Darstellbarkeit des Inkomensurablen entstehen. Wir
wollen uns explizit auch der Karriere des Traumas im medien- und
kulturwissenschaftlichen Zusammenhang seit der Aufnahme der Diagnose in
das amerikanische Diagnose-Manual Diagnostic and Statistical Manual of
Mental Disorders (aktuell: DSM-5, seit 1952) im Jahr 1980 und der
Aufnahme in International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems im Jahr 1992 widmen.
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
„Fiction writers love it. Filmmakers can’t resist it.“ (Parul Sehgal)
Im Dezember 2021 vorveröffentlichte The New Yorker online unter dem Titel „The Case Against The Trauma-Plot“ einen Beitrag der Journalistin Parul Sehgal. Er enthielt eine kritische Abrechnung mit einem vorherrschenden Plottypus von Filmen, Serien und Literaturen der Gegenwart. Karl Ove Knausgards Min Kamp-Reihe (2009-2011), Hanya Yanagihara’s A Little Life (2015), Ted Lasso (2020, Apple TV+), Reservation Dogs (2021, FX) und WandaVision (Disney+, 2021), – um nur einige zu nennen. Nicht allein die Aufzählungen all jener Beispiele, die sich durch einen trauma-plot auszeichnen, verblüfft, sondern auch der Seghals Befund, dass nämlich der Trauma-Plot moralisch belehre und Charaktere auf ein Symptom hin „verflache, verzerre, reduziere“. Allen voran führe er dazu, dass wir die Freude des Nichtwissens und der Intransparenz vergessen. Zwar sind die traumatisierten Akteure von Erinnerungslücken, Gedächtnisverlust, dekontextualisierten Flashbacks und Intrusionen, von obsessiven Wiederholungshandlungen oder depressiven Episoden geplagt, doch die Rekonstruktion der Ereignisse, die Suche nach dem traumatischen Kern gibt die Struktur der Handlung vor: am Ende steht die Offenlegung dessen, was wirklich geschah. Der Trauma-Plot „does not direct our curiosity toward the future (Will they or won’t they?) but back into the past (What happened to her?)”, so Seghal. Damit scheint ein zentraler Bezugspunkt zu unserer Gegenwart gegeben, die ganz allgemein ein Mangel an Zukunftsentwürfen auszeichnet. Im Seminar wollen wir uns dem Trauma-Plot mit einem kulturwissenschaftlichen Interesse aus medien-, film- und literaturwissenschaftlicher Perspektive widmen. Wir wollen uns mit Vorläufern des Trauma-Plots und strukturverwandten Genres beschäftigen sowie mit Theorien der Erzähl- bzw. Darstellbarkeit des Ereignisses. Begleitend wird ein Lektürekurs stattfinden. |
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
Depression, Burn-Out, Trauma – die Zunahme an Erschöpfungsdiagnosen vor, nach und während der Pandemie wurde nicht nur breit in der Öffentlichkeit diskutiert, sondern erhielt entsprechend auch Aufmerksamkeit von kulturtheoretischen Analysen. In der Literatur haben Krankheitsgeschichten in den letzten Dekaden wieder Konjunktur, nicht zuletzt dank des Revivals der Autofiktion. Intime Lebenserzählungen, die um Kindheitstraumata und spätere somatoforme Störungen sowie um Phasen der depressiven Verstimmung und des Burn-Outs kreisen, häufen sich auch in anderen popkulturellen Formaten (Serien, Film, Musik, Comic). Ein Zusammenhang mit der Kultur des Digitalen bzw. des Postdigitalen wurde u.a. von Mark Fisher hergestellt. Die Alternativlosigkeit unserer gegenwärtigen Epoche, die seltsame Mischung aus Langeweile und Restlosigkeit trägt, so Fisher, zu einer Gefühlsstruktur des Depressiven bei. Die Wiederkehr des Verdrängten, eines so genannten „anthropozänen Unbewussten“ (Mark Bould), das die menschliche Bedingung zwischen Verantwortung und Kontrollverlust beschreibt, wurde zuletzt auch als zeitspezifische Signatur beschrieben. In der Vorlesung wollen wir gezielt nach der Conditio humana zu Beginn des 21. Jahrhunderts sowie nach der Epochenfähigkeit des jungen 21. Jahrhundert fragen.
- Enseignant: Linus Henrichs
- Enseignant: Franziska Merk
- Enseignant: Tanja Prokic
Liebe Kommiliton_innen,
herzlich Willkommen im Moodle-Kurs für unser Tutorium zu den Einführungsseminaren in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft!
Auf diesen Seiten findet Ihr alle von uns im Tutorium verwendeten Unterlagen nach Themenbereichen sortiert, wobei sich die Reihenfolge nach dem Seminarplan von Herrn Dr. Hettche (Kurs A) richtet. Zusätzlich existiert ein Forum, in dem Ihr jederzeit alle eure Fragen stellen könnt, ich versuche dann, so zeitnah wie möglich zu antworten!

- Enseignant: Christoph Schneider
Seminarplan, Arbeitsmaterialien, Organisatorisches zu allen Sitzungen des Einführungsseminars Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Kurs B (13804), WiSe 2024/25
Den Einschreibeschlüssel erhalten die zum Seminar zugelassenen Teilnehmer:innen per Mail nach der ersten Sitzung, am Dienstag, 15.10.2024.
- Seminarleitung: Uta Klein
- Enseignant: Matthias Löwe
- Enseignant: Matthias Löwe
- Enseignant: Herfried Vögel
- Enseignant: Julian Schröter
- Enseignant: Raphael Krause
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
- Enseignant: Rebecca Thoss

- Enseignant: Jenny Willner

- Enseignant: Jenny Willner
- Enseignant: Rabea Conrad
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Tanja Prokic
Im neunzehnten Jahrhundert wurden die großen Bahnhöfe Europas zum Mittelpunkt ihrer Städte, zu Sinnbildern der Industrialisierung und Ausgangpunkten der Globalisierung. „Die Elementarbegriffe von Raum und Zeit sind schwankend geworden“, staunte Heinrich Heine 1843 im Pariser Gare d’Austerlitz. Die Literatur erzählt von den neuen Erlebnissen und Möglichkeiten, die sich in den Bahnhöfen auftun, von Kriminalität und Unfällen, von Begegnungen und Fernweh. Im zwanzigsten Jahrhundert kommen Abschiede von Soldaten hinzu, das Warten auf die Reise ins Exil und, meist auf Rangierbahnhöfen oder Nebengleisen, Deportationen. In all ihren Facetten spiegeln die Bahnhöfe zentrale Entwicklungen der Moderne – und auch der literarischen Moderne – wider.
Das Seminar widmet sich (zu einem Gutteil kanonischen) Novellen, Erzählungen, Gedichten und Dramen, auch einem Roman. Wie werden die neuen Wahrnehmungen und Erfahrungen, wie wird der neue Erzählraum literarisch gestaltet? Wie lassen sich diese Narrative kulturgeschichtlich kontextualisieren? Ziel des Seminars ist es, eine ‚Poetologie der Bahnhöfe’ und damit eine kleine Literaturgeschichte der Moderne zu entwerfen.
- Enseignant: Margit Dirscherl
- Enseignant: Franziska Merk
Das Kolloquium richtet sich an jene, die sich auf das Staatsexamen für ein Lehramt an öffentlichen Schulen vorbereiten wollen. Wir widmen uns Woche für Woche jeweils einem Abschnitt der Literaturgeschichte anhand von kanonischen Texten, und besprechen im Zuge dessen auch Grundlagen der Dramenanalyse. Außerdem werden wir gemeinsam mögliche Antworten auf Fragen erarbeiten, die in der Vergangenheit gestellt wurden oder potentiell gestellt werden könnten. |

- Enseignant: Margit Dirscherl

- Enseignant: Kay Wolfinger
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Fabienne Steeger
- Enseignant: Carlos Spoerhase
Wie lassen sich anspruchsvolle philosophische und moralische Gedankengänge in wenigen Sätzen zuspitzen und kondensieren? Im Seminar widmen wir uns der Geschichte kleiner und pointierter Denkformen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart – von den Sentenzen der französischen Moralisten und den berühmten „Sudelbüchern” Lichtenbergs über die Maximen Goethes und die Aphorismen Nietzsches bis zu den „Minima Moralia” Adornos und aktuellen Social Media Posts.
- Enseignant: Carlos Spoerhase
Die Frage „Was ist ein Autor?“, die der französische Philosoph Michel Foucault formulierte, beschäftigt die Literaturwissenschaft seit über einem halben Jahrhundert. Während Foucault diese Frage noch in einem nationalkulturellen Kontext stellte, sehen wir uns heute mit einem internationalen Literaturbetrieb konfrontiert, in dem sich neue Modelle von Autorschaft entwickelt haben. Im Seminar werden wir untersuchen, ob sich in den vergangenen Jahrzehnten ein neuer Typus weltliterarisch orientierter Autorinnen und Autoren herausgebildet hat. Dabei werden wir insbesondere die Veränderungen im globalen literarischen Feld und deren Auswirkungen auf das Verständnis von Autorschaft analysieren. Ein zentraler Bestandteil des Seminars wird der intensive Austausch mit der renommierten Literatursoziologin Gisèle Sapiro (EHESS/CNRS, Paris) sein. Die Teilnahme an den dafür vorgesehenen Sitzungsterminen am 26. und 28. November ist obligatorisch.
- Enseignant: Carlos Spoerhase
„Aufklärung“, schreibt der Philosoph Immanuel Kant 1784 und damit beinahe schon im Rückblick auf das Zeitalter, „ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Tatsächlich ist dieses Heraus-Gehen aus der beklagten „Unmündigkeit“ vor allem ein Sich-heraus-Schreiben gewesen: In Traktaten und Essays, in Zeitschriften und Büchern, in Rezensionen und Aufsätzen, aber auch in belletristischer Literatur haben sich Autoren und Autorinnen des achtzehnten Jahrhunderts die Aufklärung im wörtlichen Sinne erschrieben. Die Vorlesung zeichnet die vielfältigen Schreibweisen der Aufklärung in ihren epistemischen, medialen und gattungstheoretischen Zusammenhängen nach und bemüht sich, gangbare Wege in das Textgebirge der Aufklärung zu erschließen. Exemplarische Lektüren einzelner Schreibweisen der Aufklärung ermöglichen einen Zugang zu dieser wichtigen Phase der Literatur- und Kulturgeschichte auch diesseits des überlieferten Höhenkammprofils der Epoche.
- Enseignant: Klaus Birnstiel
Literatur, auch die deutschsprachige, war und ist immer schon politisch im weiteren oder engeren Sinne: Sie kommentiert und reflektiert politische Ereignisse, greift in Debatten ein und engagiert sich, übernimmt Funktionen des kulturellen Gedächtnisses und bietet Identifikation und Orientierung. Im Seminar nehmen wir uns zunächst (und in Auszügen) drei ‚Klassiker‘ einer dezidiert linken deutschsprachigen Literatur vor: Alfred Döblins „November 1918“ (1937-1943), Hans Magnus Enzensbergers „Der kurze Sommer der Anarchie“ (1971) und Peter Weiss’ „Die Ästhetik des Widerstands“ (1975-1981). Anschließend fragen wir danach, wo sich linke Perspektiven in der Gegenwartsliteratur ausmachen lassen. Diesen letzten Teil der Leseliste beschließen wir gemeinsam, Vorschläge sind hochwillkommen. Es lohnt sich, sobald wie möglich mit der Lektüre der oben genannten Werke zu beginnen.
- Enseignant: Klaus Birnstiel
Bis heute erscheint die Epoche der Romantik in vielen populäreren Darstellungen als geprägt von einer antimodernen Vergangenheitssehnsucht, ja, als reaktionäre Bewegung gegen Aufklärung und gesellschaftlichen Fortschritt. Tatsächlich aber sind es insbesondere die Frühromantiker (Friedrich Schlegel, Novalis und andere) gewesen, die sich lebhaft für die Umbrüche ihrer eigenen Gegenwart interessiert haben. In der Forschung ist denn auch vielfach von einer ‚Erfindung der Gegenwart‘ um 1800 als Gegenstand des Interesses durch die Romantiker die Rede. Auf der anderen Seite wurde und wird die Romantik in ganz anderen Gegenwarten aufgegriffen und aktualisiert, so etwa in der Neuromantik um 1900 oder in bestimmten Phänomenen der Gegenwartsliteratur. Im Seminar verfolgen wir nicht nur, wie die Romantik an ihrer eigenen Gegenwart gearbeitet hat, sondern auch, in welchen anderen Gegenwarten romantische Gehalte und Denkfiguren herangezogen wurden, um die Frage nach der Gegenwart überhaupt je neu zu stellen und zu beantworten. Auf unserer Leseliste stehen Friedrich und Dorothea Schlegel, Novalis, Wilhelm Heinrich Wackenroder und mehr.
- Enseignant: Klaus Birnstiel
In den vergangenen Jahrzehnten haben Perspektiven der Geschlechterforschung (gender studies), der postkolonialen Theorien und andere differenzsensible Zugänge die kultur- und literaturwissenschaftliche Diskussion bereichert. Analog zu diesen Ansätzen fragen die Disability Studies nach den gesellschaftlichen Diskursen von ‚krank‘ versus ‚gesund‘, ‚behindert‘ versus ‚nichtbehindert‘ und ‚abweichend‘ versus ‚normal‘. In der Literatur finden sie hierzu umfassendes Anschauungsmaterial. Im Oberseminar erarbeiten wir uns die theoretischen Grundlagen der Disability Studies, die zunächst und vor allem im englischsprachigen Raum entstanden sind, und fragen nach ihrem Analyse- und Erkenntnispotential auch und gerade für die deutschsprachige Literaturwissenschaft. Exemplarische Lektüren literarischer Texte erweitern und vertiefen unser Verständnis der Zusammenhänge.
- Enseignant: Klaus Birnstiel
- Enseignant: Anna-Karina Axtner-Borsutzky
Das Kolloquium richtet sich an jene, die sich auf das Staatsexamen für ein Lehramt an öffentlichen Schulen vorbereiten wollen. Wir widmen uns Woche für Woche jeweils einem Abschnitt der Literaturgeschichte anhand von kanonischen Texten, und besprechen im Zuge dessen auch Grundlagen der Dramenanalyse. Außerdem werden wir gemeinsam mögliche Antworten auf Fragen erarbeiten, die in der Vergangenheit gestellt wurden oder potentiell gestellt werden könnten.

- Enseignant: Margit Dirscherl
Über seine Lebzeiten hinaus ist Heinrich Heine (1797–1856) umstritten geblieben. Seinen spielerischen Umgang mit den dichterischen Konventionen der Romantik – „ich bin ihr letzter Dichter“ – hielt man ihm nicht immer zugute. Oft notgedrungen, um den Zensoren zu entwischen, hielt er sich im Ausland auf; in London und Paris hat er „Weltgeschichte mit eigenen Augen angesehen“, präzise analysiert und aufgeschrieben. Heute gilt er als ein Wegbereiter der Moderne.
Das Seminar widmet sich verschiedenen Schaffensphasen Heines anhand ausgewählter Texte, und zwar insbesondere im Hinblick auf deren oft „feindliche Wirkungsgeschichte“ (Klaus Briegleb). Inwieweit werden spätere Auseinandersetzungen seinem Schreiben und der Figur Heine gerecht? Einbezogen werden vor allem tonangebende Stimmen aus dem zwanzigsten Jahrhundert (Karl Kraus, Theodor W. Adorno, Odo Marquard).

- Enseignant: Margit Dirscherl

- Enseignant: Moritz Strohschneider
- Enseignant: Charlotte Krick
- Enseignant: Kristina Mateescu
- Enseignant: Pauline Solvi
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Johanna Zorn
- Enseignant: Mario Grizelj
- Enseignant: Tanja Prokic
- Enseignant: Tanja Prokic





