„…weil jede*r etwas zu sagen hat!“ 
Die Bibel lebendig werden zu lassen und ihre Bedeutung für Menschen heute erfahrbar zu machen, ist eine zentrale religionspädagogische Herausforderung. Dieser Herausforderung stellt sich der Bibliolog: Die Teilnehmenden legen gemeinsam einen biblischen Text aus und entdecken seine Bedeutung für das eigene Leben, indem sie sich mit biblischen Gestalten identifizieren. Der Bibliolog beruht auf dem jüdischen Midrasch, der das „weiße Feuer“ – die Zwischenräume zwischen den Buchstaben, die das „schwarze Feuer“ bilden, – zum Lodern bringen will. 
Der Bibliolog-Grundkurs ist zum einen praktisch orientiert, indem der Ansatz vorgestellt und zur Arbeit mit dem Bibliolog angeleitet wird. Zum anderen wird der Ansatz hermeneutisch reflektiert im Blick auf Textverständnis, Rollenverständnis der Lehrkraft und Bedeutung des Subjekts für die Auslegung der Bibel.

Der Bibliolog-Grundkurs ist offen für Lehramts- und Pfarramtsstudierende, denn die Methode des Bibliologs bietet sich sowohl für den Religionsunterricht als auch für den Konfirmandenunterricht und Seniorengruppen an. 

Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie als Bibliolog*in auszeichnet.

„Liebe  – der Himmel auf Erden?“ lautet die Frage, die der Lehrplan in der neunten Klasse stellt, wenn der Themenbereich „Liebe, Partnerschaft, Sexualität“ zur Sprache kommt. Im Seminar werden wir gemeinsam mit der Philosophiedidaktikerin Dr. Kinga Golus (Universität Bielefeld) philosophiedidaktische sowie religionsdidaktische Perspektivierungen auf das Thema Liebe und Sexualität entwickeln. 

Das Seminar umfasst einen Blockseminarteil am Do/Fr 23./24.11. 


Immer häufiger und vehementer wird die Frage nach einem „zukunftsfähigen“ Religionsunterricht gestellt. Welche aktuellen Konzeptionen für Religionsunterricht religionspädagogisch derzeit vorgeschlagen werden, welche Ausgangspunkte sie nehmen, wie sie den Religionsunterricht perspektivieren und was ihre Stärken und ihre Schwächen sind, werden wir im Seminar erarbeiten und diskutieren. 

Gegenstand der Vorlesung sind religionsdidaktische Grundfragen. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen regeln den Religionsunterricht? Wie lässt sich religiöse Bildung am Lernort Schule begründen? Was bedeutet es für Religionslehrkräfte, konfessionellen Religionsunterricht zu erteilen? Welche didaktischen Modelle gilt es bei der Planung von Religionsunterricht zu berücksichtigen? Welche Rolle spielt dabei die Schulform? Wie kann eine schüler:innenorientierte Unterrichtsplanung aussehen? Wie müsste sich der Religionsunterricht weiterentwickeln? 

Damit zielt die Vorlesung einerseits darauf, dass die Teilnehmenden über grundlegende Wissensbestände zur Fachdidaktik Religion verfügen, andererseits aber auch sprach- und argumentationsfähig sind für gegenwärtige Anfragen an den Religionsunterricht sowie eine schüler:innenorientierte Gestaltung religiöser Bildung. 


Religionslehrer:innen können Schüler:innen dabei unterstützen, in einer religiös pluralen Welt einen eigenen Standpunkt zu finden. Damit grundlegende Themen der christlichen Tradition für Schüler:innen angemessen aufbereitet werden können, bedarf es sowohl einer religionsdidaktischen als auch einer theologischen Erschließung der Inhalte. In diesem Seminar sollen deshalb beide Perspektiven verknüpft werden, indem ausgewählte theologische Themen sowie didaktisch-methodische Zugänge diskutiert und reflektiert werden.

Das, was jede Lehrkraft können sollte, nämlich gut erklären, wird selten systematisch geübt. Was sind die Kriterien guten Erklärens? Was genau kann und soll erklärt werden? Welche Möglichkeit ist eventuell besser geeignet (eine Geschichte, ein Bild?)? Auf diese und weitere Fragen soll im Seminar am Beispiel unterschiedlicher Themenfelder im Ev. Religionsunterricht auf Basis der einschlägigen Lehrpläne eingegangen werden. Inhaltlich ergänzt wird dieses Seminar durch sprach- und sprechwissenschaftliche Erkenntnisse. Ziel ist es, Ihre theologischen Erklärungen sprachlich so zu formulieren und zu gestalten, dass sie für Ihren Unterricht einen Gewinn darstellen und bei Schülerinnen und Schülern zu einem Kompetenzzuwachs führen. 

Hierfür erarbeitete Unterrichtsminiaturen werden im Rahmen des Seminars erprobt und im Anschluss mithilfe von Videoaufnahmen reflektiert, um sowohl die aufmerksame Wahrnehmung eigenen unterrichtlichen Handelns zu trainieren als auch die Kompetenz des schülerinnen- und schülerorientierten Erklärens zu steigern.


Kopftuch, Djihad, Geschlechterrollen – über „den Islam“ herrschen verschiedenste Vorstellungen, die teilweise der Realität entsprechen, zu einem anderen Teil jedoch als reine Vorurteile einzustufen sind. In der heutigen, von Pluralität geprägten Gesellschaft ist es wichtig, sich mit solchen Vorstellungen auseinandersetzen und dabei möglichst in den direkten Dialog mit Angehörigen anderer Religionen, in diesem Fall des Islam zu treten. Dies gilt nicht zuletzt für die Behandlung des Themas „Islam“ im christlichen Religionsunterricht. 

Im Rahmen des Seminars setzen Sie sich mit verschiedenen Themen und Fragestellungen in Hinblick auf islamische Traditionen auseinander, eignen sich fachliches Hintergrundwissen an und erarbeiten darauf basierend Ideen für die Thematisierung islamischer Traditionen im Religionsunterricht unterschiedlicher Schularten.


  • Wie sähe ein Instagramprofil von Jesus Christus aus?
  • Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie eine Netflixserie zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter entwickeln?
  • Welche ethischen Fragen muss ich mir als Religionslehrkraft stellen, wenn ich KI im Unterricht einbinde?
  • Durch welche Medien werden Kinder und Jugendliche religiös sozialisiert?
  • Wie kann religiöses Lernen in einer Kultur der Digitalität gelingen? 
  • Inwiefern verändert sich die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden in einem Religionsunterricht mit digitalen Elementen?
  • Gewährt die Virtualität von Computerspielen Raum für göttliche Präsenz?

Im Seminar werden wir aus theologischer und religionspädagogischer Perspektive Religionsunterricht in einer Kultur der Digitalität in den Blick nehmen und überlegen, welchen Beitrag Religionsunterricht zur Bildung in der digitalen Welt leisten kann. Gemeinsam wollen wir Chancen und Herausforderungen von Digitalität für das religiöse Lernen diskutieren und auf Ihre sowie die oben angeführten Fragen eingehen.

Darüber hinaus erfordert der Umgang mit Digitalität im Religionsunterricht eine besondere Didaktik und Methodik. In unserem Seminar werden wir uns daher handlungs- und praxisorientiert damit auseinandersetzen, wie man den Religionsunterricht mit digitalen Medien schüler:innenorientiert gestalten kann. Wir werden verschiedene digitale Medien kennenlernen und untersuchen, inwiefern diese den Religionsunterricht bereichern können. Im Seminar werden wir viele Tools direkt auszuprobieren und deren Einsatz anhandvon Beispielen aus der Unterrichtspraxis reflektieren.


Wie antworte ich, wenn Schüler:innen mich nach meiner Vorstellung von Gott fragen?

Wie spreche ich mit Schüler:innen über Bibeltexte, in denen Gewalt vorkommt? 

Wie gehe ich mit dem Thema Tod im Religionsunterricht um? 

Anspruchsvolle theologische Themen, kontroverse Diskussionen und manche der Schüler:innenfragen fordern Sie als Religionslehrer:innen in Ihrem Unterricht heraus. In diesem Seminar wollen wir die Herausforderungen als solche identifizieren und sie dann religionspädagogisch beleuchten, um ihnen professionell begegnen zu können. Auf dieser Grundlage werden wir uns dann handlungs- und praxisorientiert mit herausfordernden Bibeltexten, anspruchsvollen Themen und komplexen Unterrichtssituationen auseinandersetzen.

Sie haben die Gelegenheit in diesem Seminar eigene Schwerpunkte zu setzen und Ihre individuellen Herausforderungen einzubringen. 

Das Seminar findet als Blockseminar vor Ort in der LMU statt und ermöglicht so eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten noch vor Beginn des Semesteralltags.


Es werden aktuelle Forschungsfragen in der Religionspädagogik vorgestellt und diskutiert. Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende sowie an Forschende in der Qualifikationsphase. Das Oberseminar findet hybrid statt.

Was ist eigentlich der Kirchentag, was passiert dort, was wird dort diskutiert und was macht das mit den Teilnehmenden?

Im Seminar wird der Kirchentag historisch, systematisch und praktisch-theologisch erschlossen, der vom 7. bis 11. Juli in Nürnberg stattfindende Kirchentag vorgestellt und reflektiert, inwiefern der Kirchentag Lernort für ethisches und/oder liturgisches Lernen werden kann. Mit dem Seminar ist eine Exkursion zum Kirchentag verbunden.


Wissenschaftliche Religionspädagogik reflektiert religiöse Bildung, Erziehung und Sozialisation entlang des Lebenslaufs und an verschiedenen Lernorten. In der Vorlesung wird eine Einführung in zentrale Forschungsmethoden, empirische Befunde und religionspädagogische Konzeptionen gegeben. Der Fokus der Vorlesung im Sommersemester liegt auf den Lernorten außerhalb des Religionsunterrichts. 

Es gehört zu den Grundfragen der Religionspädagogik, welche religiösen Vorstellungen Kinder entwickeln und was das für die religionspädagogische Praxis in Schule, Gemeinde und Öffentlichkeit bedeutet. Das Seminar reflektiert kindheitspädagogische, religionspädagogische sowie entwicklungspsychologische Theorien und arbeitet mit Ergebnissen der qualitativen Interviewstudie „Kinder und Religion“, in der Kinder, die keiner oder ganz verschiedenen Religionen angehören, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz leben und die in ganz unterschiedlichen Kontexten aufwachsen, über ihre Lebenswelt, ihre religiöse Sozialisation sowie ihre Vorstellungen von Gott und der Welt Auskunft geben.

Was ist eigentlich ein Kamishibai? 

Wo finde ich gute Materialien für meinen Unterricht?

Wie arbeite ich mit Kurzfilmen im Konfirmandenunterricht?

Welche Kompetenzen werden bei meinen Lernenden entwickelt, wenn wir ein Video zu einem Gleichnis drehen?
 

Man kann den Schüler:innen die Inhalte nicht einfach eintrichtern oder ihnen eine Geschichte oder ein Thema nur vorsetzen. Geschichten, Themen und Inhalte sollten von den Lernenden aktiv entdeckt, erschlossen und reflektiert werden. Dies kann anhand von passenden Medien und zielführenden Methoden gelingen. Doch wie wählt man diese aus?

Sie müssen immer zum Thema, zur Lerngruppe und zu Ihnen als Lehrkraft passen, es gibt keine Rezepte.

Wir wollen Methoden und Materialien kennenlernen, deren Chancen und Herausforderungen diskutieren, sie ausprobieren und weiterdenken.


 In diesem Kurs werden an exemplarischen Themen des Religionsunterrichts die elementaren Schritte kompetenzorientierter Unterrichtsplanung erprobt. Im Wechselspiel von theologischer und religionspädagogischer Reflexion und mit vielfältigen Gelegenheiten zum methodischen Experimentieren werden Unterrichtsideen erarbeitet. Diese dienen zur Vorbereitung auf den eigenen Unterrichtsentwurf, den jede:r Teilnehmer:in individuell als Prüfungsleistung anfertigt.

Religionslehrer:innen können Schüler:innen dabei unterstützen, in einer religiös pluralen Welt einen eigenen Standpunkt zu finden. Damit grundlegende Themen der christlichen Tradition für Schüler:innen angemessen aufbereitet werden können, bedarf es sowohl einer religionsdidaktischen als auch einer theologischen Erschließung der Inhalte. In diesem Seminar sollen deshalb beide Perspektiven verknüpft werden, indem ausgewählte theologische Themen sowie didaktisch-methodische Zugänge diskutiert und reflektiert werden.


Der Titel ist Programm: Der Kurs dient der Vorbereitung auf das Staatsexamen in Religionspädagogik und richtet sich an Lehramtsstudierende aller Schularten, die im kommenden Jahr ihr erstes Staatsexamen schreiben wollen. Wir werden sowohl wichtige Inhalte besprechen, als auch das Bearbeiten der Klausuren üben. 


Vom Kindergottesdienst über den Religionsunterricht bis zur Erwachsenenbildung – die Handlungsfelder der Religionspädagogik sind weit. Deshalb werden wir im Seminar anhand verschiedener Lektüren einen ersten Überblick über die Religionspädagogik erarbeiten. Vertiefend sollen individuell ausgewählte Thematiken und Fragestellungen diskutiert und reflektiert werden.