Die Vorlesung befasst sich mit einem zentralen Aspekt der Mehrsprachigkeitsforschung, nämlich dem Schreiben in mehreren Sprachen. Sie gibt zunächst einen Überblick über zentrale Aspekte der Mehrsprachigkeit, legt dann aber den Schwerpunkt auf die schriftsprachliche Kompetenz in mehreren Sprachen. Dabei werden sowohl die Probleme von Lernern des Deutschen als Fremdsprache als auch von Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache angesprochen. Im Wesentlichen wird es um die Frage gehen, welche Besonderheiten das Verfassen von Texten in mehreren Sprachen aufweist. Hier werden neben sprachlichen Aspekten auch kulturelle Unterschiede in Textmustern und Unterschiede in der kommunikativen Grundhaltung diskutiert. Darüber hinaus werden didaktische Konzepte vorgestellt, die den Erwerb von Mehrschriftlichkeit erleichtern.

In diesem Seminar stehen die psycholinguistischen und neurolinguistischen Aspekte der Mehrsprachigkeit im Mittelpunkt. Dabei werden wir uns zunächst damit beschäftigen, wie die verschiedenen Sprachen in unserem Gehirn miteinander vernetzt sind und wie der Zweit-  (und Dritt-)spracherwerb aus psycholinguistischer Perspektive erklärt werden kann.

 

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Organisation des bilingualen mentalen Lexikons: Hier werden zunächst Modelle vorgestellt, die für das einsprachige mentale Lexikon konzipiert wurden und davon ausgehend wird diskutiert, welche Aspekte man auf das mehrsprachige mentale Lexikon übertragen kann. In einem nächsten Schritt werden dann Modelle aufgezeigt, die unterschiedliche Perspektiven im Fokus haben: unterschiedliche Formen des Erwerbs der Sprachen (dabei werden auch Studien aus der Hirnforschung berücksichtigt), die Rolle der lautlichen Ähnlichkeit, kulturspezifische Prägung mentaler Konzepte u.ä. Schließlich wird  der Zugriff auf das mentale Lexikon diskutiert.

In diesem Seminar sollen auch kleine psycholinguistische Experimente durchgeführt werden (z.B. Laut-Denken-Protokolle, Assoziationsexperimente in verschiedenen Sprachen), um einerseits empirische Methoden kennen zu lernen und andererseits Einblicke in die Organisation des mehrsprachigen mentalen Lexikons zu bekommen. Erwartet wird daher die Bereitschaft zur Beteiligung an den Experimenten und zur Konzeption und Durchführung eigener Erhebungen.

 

Leistungsnachweis:

Teilnahme an den Experimenten, Portfolio mit Dokumentationen, Transkriptionen und Interpretationen der Experimente

Einschreibeschlüssel: Spracherwerb_Koch

Einschreibeschlüssel: Forschungsfelder_Koch

BA Deutsch als Fremdsprache:

Diese Veranstaltung gehört zum Seminar "Mehrsprachigkeit und mehrsprachiger Spracherwerb in Frankreich". Sie kann nicht direkt belegt werden; wenn Sie im Seminar einen Platz erhalten haben, werden Sie automatisch auch zur Übung zugelassen.

Die Übung setzt sich im Sommersemester fort.

Master Romanistik:

Die Übung kann nur im Paket mit dem Masterseminar "Politiques linguistiques, apprentissage des langues et multilinguisme" belegt werden. Die Prüfung findet im Rahmen des Seminars statt (Hausarbeit). Insgesamt 12 ECTS.

SoSe 2019 (bei weiterem Interesse am Projekt): Durchführung von Feldfoschung im Rahmen des "Studienprojekts", Prüfung: Projektbericht (BE/NB), 6 ECTS.

LAGy / LARS Französisch:

Optionale Begleitübung (wird im Freien Bereich als Erweiterung Linguistik (3 ECTS) oder als Vorlesung Linguistik (3 ECTS) anerkannt) zum regulären Hauptseminar "Politiques linguistiques, apprentissage des langues et multilinguisme" (Hausarbeit, 6 ECTS).

SoSe  2019 (bei weiterem Interesse am Projekt): Durchführung von Feldforschung im Rahmen der Zulassungarbeit (12 ECTS) möglich.


Einschreibeschlüssel: Elyseekitas


Für den Einschreibeschlüssel wenden Sie sich bitte an Herrn Ramdan.

Bitte wenden Sie sich für den Einschreibeschlüssel an Herrn Ramdan.

Das Seminar befasst sich im Kern mit der Frage, was es bedeutet, in zwei -
oder mehr - Sprachen zu schreiben. Im ersten Teil werden theoretische
Grundlagen zum Textbegriff, zum Schreibprozess und zur Schreibentwicklung
gelegt. Im zweiten wird es dann um die Frage gehen, welche Besonderheiten das
Verfassen von Texten in zwei Sprachen bedeutet. Im dritten Teil sollen
didaktische und weitere praktische Schlussfolgerungen diskutiert werden.

Einführende Literatur: Riehl, Claudia Maria (2014): Mehrsprachigkeit. Eine Einführung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Kap. 7.

Leistungsnachweis: Kurzreferat und Hauptseminararbeit


Sprachkontaktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Sprachen in mehrsprachigen Gesellschaften oder bei mehrsprachigen Individuen wechselseitig beeinflussen. Dies betrifft die Dynamik von Sprachsystemen und Sprachwandelprozessen ebenso wie sozio- und psycholinguistische Fragestellungen. Die Vorlesung gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze, Methoden und Grundlagen der Sprachkontaktforschung und geht vor allem auf Situationen ein, in denen die deutsche Sprache mit anderen Sprachen in Kontakt kommt.


Einführende Literatur:

Riehl, Claudia Maria (2014): Sprachkontaktforschung. Eine Einführung. 3., überarbeitete Aufl., Tübingen: Narr.


Wie lernt ein Kind seine Muttersprache(n)? Wie ein Erwachsener Fremdsprachen? Wie werden Sprachen im Gehirn verarbeitet? Und wie findet man das alles eigentlich heraus?
Diese Aspekte sollen im Seminar in den Grundzügen behandelt werden. Einen allerersten Einblick bietet der unten angegebene Beitrag von Slobin: Warum sollte man kindlichen Spracherwerb sprachübergreifend untersuchen?

Die Alphabetisierung von Migrantinnen und Migranten in Deutschland stellt eine große Herausforderung für die Bildungsinstitutionen und die Lehrkräfte dar. Im Rahmen der Institutionalisierung der Vermittlung von sprachlichen Kenntnissen durch die Einführung von verschiedenen Integrationsmaßnahmen startete zum ersten Mal eine Bildungsoffensive seitens des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, um angemessene Bildungsangebote für Migranten mit geringen basalen schriftsprachlichen Kenntnissen anzubieten.

In diesem Seminar werden die wichtigsten Grundlagen für die Arbeit mit lernungewohnten erwachsenen und jungen Analphabeten mit Deutsch als Zweitsprache behandelt. Zuerst wird auf die Brisanz dieser Thematik in der deutschen Bildungslandschaft eingegangen und eine Eingrenzung der einzelnen Lernerprofile vorgenommen. Ferner wird der Umfang der zu vermittelnden Kompetenzen eingegrenzt und die methodische Vielfalt exemplarisch illustriert.


In diesem fortgeschrittenen Proseminar haben Sie die Möglichkeit, aktuelle Erkenntnisse aus der Sprachlehr- und –lernforschung aus der Perspektive der Unterrichtspraxis zu betrachten. Neben einer Übersicht zu den individuellen Faktoren, die die Aneignung von Fremd- und Zweitsprachen beeinflussen, bekommen Sie Einblicke in die didaktischen und methodischen Entscheidungen, die ihre Berücksichtigung voraussetzt. Daneben werden vielfältige Verfahren der lernerorientierten Sprach- und Kulturvermittlung dargestellt und diskutiert.

Die Vorlesung befasst sich mit einem zentralen Aspekt der Mehrsprachigkeitsforschung, nämlich dem Schreiben in mehreren Sprachen. Sie gibt zunächst einen Überblick über zentrale Aspekte der Mehrsprachigkeit, legt dann aber den Schwerpunkt auf die schriftsprachliche Kompetenz in mehreren Sprachen. Dabei werden sowohl die Probleme von Lernern des Deutschen als Fremdsprache als auch von Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache angesprochen. Im Wesentlichen wird es um die Frage gehen, welche Besonderheiten das Verfassen von Texten in mehreren Sprachen aufweist. Hier werden neben sprachlichen Aspekten auch kulturelle Unterschiede in Textmustern und Unterschiede in der kommunikativen Grundhaltung diskutiert. Darüber hinaus werden didaktische Konzepte vorgestellt, die den Erwerb von Mehrschriftlichkeit erleichtern.

 

Riehl, Claudia Maria (2014): Mehrsprachigkeit. Eine Einführung. Darmstadt: WBG.

 

Leistungsnachweis: Klausur


In dem Seminar werden  die Grundlagen der Beschäftigung mit "Deutsch als Zweitsprache" erläutert und die Probleme der Lernenden und Lehrenden aufgezeigt. Dabei werden die verschiedenen Typen des Spracherwerbs, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, die Grundlagen des Unterrichts DaZ sowie verschiedene Unterrichtssituationen (Primar-, Sekundarschule und Erwachsenenbildung) erläutert. Das Seminar geht dabei besonders auf die aktuelle Situation des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache bei Flüchtlingen ein. Im Rahmen einer kleinen Feldforschung werden konkrete Daten zum Zweitspracherwerb an Schulen und anderen Institutionen erhoben und im Seminar diskutiert.

 

Von den Teilnehmern wird die Bereitschaft erwartet, in Gruppenarbeit eigene kleine Forschungsprojekte durchzuführen und im Seminar vorzustellen.

 

Literatur:

Ahrenholz, Bernd/Oomen-Welke, Ingelore (2008): Deutsch als Zweitsprache. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren (erscheint demn. in 2. Auflage)

 

Leistungsnachweis: Referat oder Projektpräsentation sowie Hausarbeit


In diesem Seminar wird ein fundierter Überblick über den Erwerb diskursiver Fähigkeiten (etwa Narration, Instruktion, Deskription, Sprecherwechsel) bei mehrsprachigen und einsprachig aufwachsenden Kindern erarbeitet. Des Weiteren werden verschiedene Verfahren und Methoden zur Ermittlung diskursiver Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache vorgestellt und kritisch reflektiert.