
- Trainer/in: Sophie Knapp

Die Trennung zwischen Wissenschaft und Politik ist oftmals unscharf: auf
der einen Seite haben viele wissenschaftliche Themen ein politisches Ausmaß und
direkte Auswirkungen auf politische Entscheidungen, auf der anderen Seite
werden wissenschaftliche Erkenntnisse (bspw. durch politische Akteur*innen)
genutzt, um politische Agenden zu verfolgen. Das kann nicht nur die
Objektivität und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft untergraben, sondern auch die
gesellschaftliche Akzeptanz und Umsetzung wissenschaftlicher Empfehlungen
beeinflussen, was sich z. B. beim Klimawandel, KI und COVID-19 zeigt. Auch
Medien tragen erheblich zu einer Politisierung von Wissenschaft bei, indem sie
die Wahrnehmung und Interpretation wissenschaftlicher Erkenntnisse formen und
mit politischer Berichterstattung verknüpfen. Das Seminar widmet sich deshalb
der Politisierung von Wissenschaft in der Medienberichterstattung. Im Verlauf
des Seminars wird dabei eine Einführung in die Medieninhaltsforschung mit Fokus
auf die Methode der Inhaltsanalyse gegeben. Die Teilnehmer*innen lernen, wie
wissenschaftliche Inhalte in den Medien analysiert und interpretiert werden
können. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für die Darstellung
wissenschaftlicher Themen in den Medien zu entwickeln und methodische
Kompetenzen in der Inhaltsanalyse zu erwerben.

Wissenschaftliche
Evidenz, d.h. wie (un)gesichert wissenschaftliche Ergebnisse sind, wird nicht
erst seit aber zunehmend durch eine stärkere öffentliche Auseinandersetzung mit
Themen wie dem Klimawandel und COVID-19 diskutiert. Bspw. stehen Fragen im Raum
danach welche Maßnahmen effektiv gegen die Klimakrise helfen oder wie sicher
Impfungen sind. Aktuell erfahren auch viele Entwicklungen rund um das Thema
Künstliche Intelligenz eine Diskussion um wissenschaftliche Evidenz. In der
Kommunikation über wissenschaftliche (Un)Gesichertheit treffen verschiedenste
Akteur*innen mit unterschiedlichen Rationalitäten und Zielen aufeinander, wie
Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, Journalist*innen, Influencer*innen und
Rezipierende. Daraus resultieren verschiedene Formen der Evidenzkommunikation,
darunter auch solche die speziell Ungesichertheit entweder dramatisieren oder
herunterspielen. Und diese verschiedenen Evidenzdarstellungen wiederum können
unterschiedliche Wirkungen hervorrufen, u.a. auf Vertrauen in oder Interesse an
der Wissenschaft bis hin zu Verhaltensintentionen/-weisen. Deshalb soll sich in
dieser Lehrveranstaltung der Rolle von Evidenz in der Risiko- und
Wissenschaftskommunikation genähert werden. Dazu werden die entsprechende
bisherige Literatur aufgearbeitet, ein theoretischer Rahmen gewählt und
Forschungsfragen formuliert. Diese werden dann in ein Forschungsdesign und
-instrument überführt (methodisch offen, gern auch visuelle/multimodale
Aspekte), Daten erhoben und schließlich ausgewertet.

Researchers apply different quantitative, qualitative, and mixed-method approaches to understand the complexity of the work of communicators and their relationship with the public. This seminar introduces communicator and recipient research methodologies, combining theory and practice. First, students will engage in lectures and group presentations, providing an overview of different methodological approaches. They will learn the theory and its application by critically analyzing different papers developed by communication scholars. This knowledge will be applied in a collaborative investigation focused on the effects of disinformation on journalistic daily practice. The group will determine the research question, methodological approach (non-representative survey or in-depth interview), profile of participants, sample, questionnaire, and data collection strategies during the semester. Within the empirical implementation of this collaborative project, students will contact and interview media professionals selected according to the research design they defined in advance. Their findings will be presented in a seminar and a term paper.
The final grade will consist in:
During the semester:
In-group activity + presentations on research methods - 10%
Participation in debates and other practical activities - 10%
Empirical research:
Final Seminar - 20-minute presentation + 10-minute Q&A - 30%
11 pairs: Each pair will present the main findings of their interviews.
It should include at least:
- Introduction
- Sampling
- Participants profile
- Methodology/limitations
- Main findings
- Conclusions
Term paper with the main findings of empirical research- 50%
Each pair has to write a term paper with 30,000 characters (including references and abstract). It must include the following sections:
- Abstract (maximum 500 characters)
- Three to five keywords
- Introduction
- Theoretical framework
- Methodology
- Description of results
- Discussion
- Conclusion
- References
Die emotionalisierte politische Kommunikation hat durch Social-Media-Plattformen wie TikTok und Telegram eine neue Dynamik erhalten. Im Kontext der US-Wahlen ist davon auszugehen, dass auch deutsche Politiker:innen emotionale Botschaften nutzen werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und ihre politischen Standpunkte zu vermitteln. In diesem Seminar untersuchen wir, welche Rolle Emotionen in der politischen Kommunikation haben und untersuchen deren Einsatz in einem konkreten Kontext. Wir beleuchten theoretische Ansätze zu Emotionen in der Politik und analysieren die Rolle und Ausprägungen emotionaler Inhalte auf TikTok und Telegram. Im praktischen Teil des Seminars wenden wir quantitative Methoden an, um die Kommunikationsstrategien deutscher Politiker zu den US-Wahlen auf diesen Plattformen zu untersuchen. Dabei durchlaufen wir wesentliche Schritte des empirischen Forschungsprozesses: von der Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen bis hin zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Ziel ist es, ihnen den gesamten Forschungsprozess näherzubringen und das Verständnis für die Rolle von Emotionen in der politischen Kommunikation sowie deren Einfluss auf demokratische Prozesse zu vertiefen.
Bisherige Forschung hat sich umfangreich mit Wissenschaftsjournalist*innen als zentrale Gatekeeper*innen der Wissenschaftskommunikation beschäftigt; diese wählen wissenschaftliche Themen unter anderem nach spezifischen Nachrichtenwerten und -faktoren aus (Galtung & Ruge, 1965; Shoemaker & Reese, 2014). Frühere Befunde deuten beispielsweise darauf hin, dass sich die Nachrichtenwerte und -faktoren im Wissenschaftsjournalismus von denen anderer Berichterstattungsfelder teilweise unterscheiden: Neben klassischen Nachrichtenfaktoren wie Personalisation, Kontroversität oder auch geographische Nähe, sind im wissenschaftlichen Kontext unter anderem Aspekte wie Neuigkeit, Erstaunen („astonishment“) oder gesellschaftliche Relevanz von besonderem Interesse. Durch zahlreiche Herausforderungen – etwa durch Medialisierung, Globalisierung und Digitalisierung – können Journalist*innen ihrer Gatekeeping-Funktion jedoch nicht mehr allein gerecht werden. Vermehrt nehmen auch Wissenschaftler*innen, wissenschaftliche Institutionen sowie deren PR-Abteilungen Einfluss auf die öffentliche Wissenschaftskommunikation – und orientieren sich dabei womöglich an anderen Nachrichtenwerten und -faktoren.
Das Seminar behandelt deshalb Nachrichtenwerte und -faktoren in der Wissenschaftskommunikation – insbesondere in Pressemitteilungen wissenschaftlicher Institutionen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie ggf. in anknüpfender journalistischer Berichterstattung. Im Verlauf des Seminars wird dabei eine Einführung in die Medieninhaltsforschung mit Fokus auf die Methode der Inhaltsanalyse gegeben. Die Teilnehmer*innen lernen, wie wissenschaftliche Inhalte in Pressemitteilungen und den Medien analysiert und interpretiert werden können. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für die Darstellung wissenschaftlicher Themen zu entwickeln und methodische Kompetenzen in der Inhaltsanalyse zu erwerben.
Der Digitale Führerschein für Philolog_innen soll den Studierenden der beteiligten Fachbereiche das unabdingbare IT-Wissen für die Recherche, Verarbeitung und Präsentation wissenschaftlicher Inhalte (auch mit Blick auf die eigene berufliche Laufbahn) vermitteln. Das Lehrangebot besteht aus zwei in sich geschlossenen Kursen, von denen der eine dem Komplex der elektronischen Edition und der Webpublikation, der andere Fragen der Internetrecherche und des wissenschaftlichen Arbeitens (insbesondere mit Blick auf die fachgerechte Nutzung von Literaturverwaltungssoftware) gewidmet ist.
Beide Kurse können unabhängig voneinander besucht werden.

Obwohl Linuxvarianten unterschiedlichster Art (in Supercomputern, Serverfarmen, Mobiltelefonen oder eingebetteten Geräten) unseren Alltag in offener oder versteckter Form prägen, wenn nicht dominieren, scheuen viele immer noch vor dem Einsatz linuxbasierter Betriebssysteme auf ihren heimischen Desktop-Rechnern zurück. Dabei könnten gerade auch die in den Literatur- und Geisteswissenschaften Tätigen von Linux als umfassender freier und sicherer Alternative zu den proprietären Betriebssystemen profitieren, bieten doch linuxbasierte Betriebssysteme mit ihrer Vielfalt unterschiedlicher Arbeitsumgebungen einen fast schon idealen Ausgangspunkt, die Bearbeitung von Texten und Objekten dem eigenen Arbeitsfluss anzupassen.
In unserer Lehrveranstaltung werden wir zunächst gemeinsam eine der führenden Linuxdistributionen, nämlich das Anfang Oktober in der neuen Version 16 herausgekommene openSUSE Leap, zusammen mit der wohl anpassungsfähigsten Arbeitsumgebung überhaupt: KDE Plasma, in der Virtualisierungssoftware VirtualBox auf den Windows-Rechnern des IT-Zentrums installieren. In der Folge beschäftigen wir uns dann nach und nach ganz elementar mit all den Punkten, die das Zusammenspiel von eigenem Arbeitsfluss und Software-Integration betreffen, angefangen bei der Softwareinstallation und -verwaltung über die passgenaue Einrichtung der Tastaturbelegung bis hin zum Einsatz des Terminals. Der zentrale Stellenwert der von Linux beförderten Integration der installierten Programme soll schwerpunktmäßig in den Bereichen OCR, elektronische Literaturverwaltung und Editorik zur Sprache kommen. Doch auch Fragen der Personalisierung sowie von Ästhetik und Design der Arbeitsumgebung werden nicht außen vor bleiben.
Einige Stichpunkte aus dem Programm:

Selbsteinschreibung nur für Teilnehmer*innen des laufenden Semesters. Informationen zu den Wahlpflichtfächern im SkillsLab finden Sie im Moodle-Kurs VETSkillsLab.
Termine: 11.01. / 12.01. / 18.01. / 19.01., jeweils Freitag 15-18 Uhr und Samstag 9-16 Uhr
Herzlich Willkommen zum Seminar und zur Übung Mehrsprachigkeitsforschung
Das Seminar findet mittwochs von 10:15 - 11:45 Uhr statt.
Die Übung findet mittwochs von 12:15 - 13:45 Uhr statt.
Ansprechperson: Blerina Kelmendi
kelmendi@daf.lmu.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Lektüre zur Vorbereitung und als Kursgrundlage:
Roche/Drumm (Hrsg.): Berufs-, Fach- und Wissenschaftssprachen. Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2018.

Einschreibeschlüssel: Vico22
Die empirischen Wissenschaften stehen vor wesentlichen Herausforderungen in Bezug auf die Reproduzierbarkeit und Replizierbarkeit ihrer Ergebnisse. Die sogenannte Replikationskrise beschreibt das Phänomen, dass eine Vielzahl an Studienergebnissen nicht auf unabhängigen Daten bestätigt werden können.
Dies liegt unter anderem an der Tatsache, dass in der Regel eine große Anzahl an verschiedenen Analysestrategien für eine bestimmte Forschungsfrage existiert (>>researcher degrees of freedom<<). Überdies werden die Ergebnisse oftmals nur selektiv für die gewählte Strategie veröffentlicht und die Variabilität in Bezug auf verschiedene andere Ansätze verschleiert (>>selective reporting<<).
Schwerpunkt des Seminars ist die Vermittlung von Grundlagen der Reproduzierbarkeit und Replikation in der Statistik. Die Studierenden werden dazu in die entsprechende Literatur und den Umgang mit geeigneten Tools, wie z.B. Git/Github (Versionskontrolle) und R Markdown (Reporting) eingeführt, um anschließend selbstständig an einer vorgegebenen Fragestellung (unter Einbezug der einschlägigen Literatur) zu arbeiten.
Vorbesprechung: Freitag, 22.10.2021 um 14:00-16:00 Uhr (s.t.) via Zoom
Einführungs-Kurs: Freitag 29.10.2021, 14:00-16:00 Uhr (s.t.) via Zoom
Ort: Das Seminar findet vsl. via Zoom statt.
Anrechnung: 6 ECTS oder 9 ECTS (6 ECTS (Seminar) + 3 ECTS (Wahlpflichtbereich))
Modern Machine Learning (ML) algorithms are considered to be black-boxes we have no epis-temic access to. XAI tackles this assumption by providing methods that allow gaining insights into thebehaviour of ML algorithms. This course introduces the central philosophical concepts and challenges inXAI such as explanation, interpretability, and opacity. Moreover, we discuss state-of-the-art XAI meth-ods and their strengths and weaknesses. We focus particularly on causal explanations, the role of XAI for Science, and model-agnostic interpretation techniques.
The course is held together with students from MCMP.
Fridays 12:15-13:45 pm
Opening Event: Online
Key: xai-philo-21
Die wikingische Entdeckung und temporäre Besiedlung
Grönlands und Vinlands (der atlantischen Küstengebiete Kanadas) stehen im Fokus
dieses Hauptseminars, welches sich in der ersten Hälfte den archäologischen
sowie textlichen Zeugnissen widmet, die die Aktivitäten von Skandinaviern in
der neuen Welt dokumentieren. In
der zweiten Hälfte des Seminars wird dann die moderne Rezeption der Entdeckung
Vinlands zum Thema, und anhand von ausgewählten Kunstwerken des 19., 20. und
21. Jahrhunderts untersucht, welchen Stellenwert der (kurzlebigen) wikingischen
Präsenz in Nordamerika zukommt, dies vor allem im Kontext von Diskursen zu
nationaler und ethnischer Identität.

This course is closely related
to the Generalized Regression Models (Generalisierte Regressions/GRM)
course, also taught by Prof. Dr. Kuechenhoff. This course is, however,
taught in English and designed for students currently attaining their
master’s degree in statistics.
We will take a closer look at
generalized models, mixed models, Bayesian approaches, generalized
additive models, survival analysis and error models. This is not an
exhaustive list, but should provide you with a general idea of the
contents of the course.
If you have questions regarding the course, contact:
Kuechenhoff, Helmut <kuechenhoff@stat.uni-muenchen.de>
Rave, Martje <martje.rave@stat.uni-muenchen.de>
| Session |
Instructor |
Schedule | Rythm | Room |
|---|---|---|---|---|
| Lecture | Helmut Küchenhoff | Tuesday: 12:00 -14:00 Thursday: 12:00-14:00 | weekly | Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 018/ Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 140 Videos : https://cast.itunes.uni-muenchen.de/vod/playlists/5wDnYPs55a.html |
| Work Shop |
Martje Rave/ Henri Funk |
Monday: 12:00-14:00 Thursday: 10:00-12:00 | weekly | Schellingstr. 3 (S) - S 001/ Schellingstr. 3 (S) - S 001 MeetingID: 976 3599 7286 Password: GreatStats |
| Tutorial | Dielle Syliqi/ Daniel Schlichting |
Thursday: 08:00-10:00 | weekly | Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 213 |
| Session | Instructor | Schedule | Rythm | Room |
|---|---|---|---|---|
| Lecture | Helmut Küchenhoff | Tuesday: 12:15-13:45 Thursday: 12:15-13:45 | weekly (Both sessions discuss new topics) | Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 004 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 140 |
| Work Shop | Martje Rave | Monday: 12:15-13:45 Thursday: 10:15- 13:45 | weekly (Both sessions discuss the same topic that week) | Schellingstr. 3 (S) - S 001 Schellingstr. 3 (R) - R 051 |
Schedule
Zum Spaß an der Freude bzw. der Vorbereitung auf das Semester (z.B. pdf-Datei) [vgl. Beschreibungsfeld in LSF] [Achtung: Urheberrecht!]