Nicht nur im 21. Jahrhundert sind Klima und Wetter in aller Munde, auch im Mittelalter wurde dem Wetter ob seiner existentiellen Einflüsse hohe Aufmerksamkeit entgegengebracht. Davon zeugen nicht zuletzt zahlreiche Einträge in Annalen und Chroniken. In jüngerer Zeit hat auch die Geschichtsforschung dieses Thema verstärkt in den Blick genommen und sich dem Mittelalter aus klimageschichtlicher Perspektive genähert (Medieval Warm Period, Dante-Anomalie, Kleine Eiszeit etc.). Die Übung bietet eine Einführung in das interdisziplinäre Forschungsfeld der Historischen Klimatologie und diskutiert deren Methodiken. Durch eine gemeinsame Analyse ausgewählter „Wetterberichte“ in hoch- und spätmittelalterlichen Quellen, schwerpunktmäßig aus dem süddeutschen Raum, werden Beschreibungsformen von Wetter und die dahinterstehenden Intentionen der Verfasser erschlossen.
Prüfungsform im BA und LA: RE
Pfister, Christian/Wanner, Heinz, Klima und Gesellschaft in Europa. Die letzten tausend Jahre, Bern, 2021; Rohr, Christian, Extreme Naturereignisse im Ostalpenraum. Naturerfahrung im Spätmittelalter und am Beginn der Neuzeit (Umwelthistorische Forschungen, Bd. 4), Köln, 2007; White, Sam/ Pfister, Christian/Mauelshagen, Franz (Hgg.), The Palgrave Handbook of Climate History, London, 2018. |

- Trainer/in: Barbara Schratzenstaller
- Trainer/in: Tassilo Soos















