„Diversität“ ist das Schlagwort der Stunde, wie die wichtigen,
anhaltenden Fachdiskurse in u.a. den Kultureinrichtungen zeigen. Die
Komplexität und der politische Gehalt jedoch müssen stets
Berücksichtigung finden und verlangen nach einer wiederkehrenden
Prüfung.
Doch wie kann
es gelingen, Vielfalt in Kultureinrichtungen – jenseits
heteronormativer Bilder – zu generieren? In diesem Kurs wollen wir uns
zunächst mit Identitäten, Geschlechterbildern, Rassismus, Ableismus,
Marginalität, Diskriminierung und Intersektionalität beschäftigen.
Anhand praktischer Projekte möchten wir überlegen, wie gesellschaftliche
Vielfalt - mitsamt ihren bereichernden Perspektiven und Narrativen – in
Kultureinrichtungen abgebildet werden kann, um unsere plurale
Gesellschaft wirken zu lassen und Teilhabe jenseits von Schwellenängsten
und Zugangsbarrieren zu garantieren. Wie Stefan Fischer-Fels über das
Theater schreibt: „Das Theater muss die ‚Diversity‘ feiern und die neuen
(…) Begegnungen, die daraus resultieren, beschreiben, verdichten,
genießen.“ (Mandel 2016)
Als
Kooperationspartner*innen begleiten uns im Wintersemester zahlreiche
Gäste aus den Bereichen Museum, Theater, Musik und Film, die mit uns
einen ganzheitlichen Ansatz – vor und hinter den Kulissen – anstreben.
Gemeinsam mit der Fachschaft Theaterwissenschaft und in Kooperation mit
der Studiobühne möchten wir unseren kritischen Blick zudem nach Innen
richten und überlegen, wie wir das Thema „Diversität“ noch stärker an
unserem Institut verankern können.